Obergrichter wollen mit Wasser Leben retten

Obergricht, Tansania – „Wasser voll Kaulquappen, Würmern, eine richtige braune Suppe“, Christoph Gigele beutelt es noch bei der Erinnerung. ...

Obergricht, Tansania –„Wasser voll Kaulquappen, Würmern, eine richtige braune Suppe“, Christoph Gigele beutelt es noch bei der Erinnerung. Ein Wasserloch, das er im Jänner bei einer Reise zum Waisenhaus „Africa Amini Alama“ in Arusha/Tansania besuchte, ist Lebensgrundlage für zahlreiche Menschen. Und zugleich die Ursache für den Tod vieler.

Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich im vergangenen Jahr, berichtet der Faggener Baumeister. Damals sind zwei Menschen in diesem Tümpel ertrunken. Bis heute sei es nicht gelungen, ihre Leichen zu bergen. Trotzdem trinken die Menschen weiter.

Der Aufenthalt in Afrika hat bei ihm und seiner Frau Petra den Wunsch geweckt zu helfen. Und zwar in diesem konkreten Fall. Es gehe darum, eine Wasserleitung zu graben, die 2000 Menschen in der Gegend mit sauberem Trinkwasser versorgt, berichtet er. Das Projekt möchte er noch in diesem Jahr umsetzen. Kostenpunkt: 15.000 Euro. Rohre und andere nötige Materialen werden in der Region eingekauft, die Grabungsarbeiten übernehmen die Massai, erzählt er weiter. Derzeit werde vor Ort über die Wasserinanspruchnahme verhandelt. Das übernehme Cornelia Wallner-Frisee, die in der Region ein großes Hilfsprojekt betreibt. Unter anderem hat sie ein Waisenhaus gegründet, Schulen, aber auch ein Tourismusprojekt, so Gigele.

Ein Teil des nötigen Geldes wurde bereits beim Mühlenfest in Untertösens gesammelt, das Christian Sturm mit zahlreichen Helfern vergangenes Wochenende auf seinem Hof veranstaltet hat. Je zur Hälfte gehe der Erlös ins Wasserprojekt und in die Restaurierung des Bergwerks im Platztertal bei Tösens und Pfunds.

„Derzeit suchen wir noch Sponsoren und Unterstützer für Afrika“, so Gigele. Die Konto-Nr. ist 33647, BLZ 36306. (mr)