Vor Konzert in Kufstein Scharfe Kontrollen bei Frei.Wild
Kufstein – Das Konzert am Samstag mit der Rockgruppe Frei.Wild aus Südtirol (die TT berichtete) wird unter scharfen Sicherheitsbedingungen ü...
Kufstein – Das Konzert am Samstag mit der Rockgruppe Frei.Wild aus Südtirol (die TT berichtete) wird unter scharfen Sicherheitsbedingungen über die Bühne gehen, erklärt Veranstalter Gerhard Pfeiffer. 45 Sicherheitsleute und sechs Polizisten achten darauf, dass es keine Ausschreitungen gibt. Pfeiffer erklärt auch, dass Personen mit „einschlägigen Tätowierungen oder entsprechend bedruckten T-Shirts“, die auf einen rechtsradikalen Hintergrund deuten könnten, nicht in die Josefsburg der Festung Kufstein gelassen werden. Bekanntlich sind die Südtiroler Rocker in der Neonaziszene beliebt. Die Gruppe weist aber jede Nähe dazu zurück. Seitens des Verfassungsschutzes gab es auch keine Einwände gegen das Konzert, sagt Pfeiffer. Auch BM Martin Krumschnabel, der persönlich keine Freude mit dem Konzert hat, fand keinen Grund, die Veranstaltung zu untersagen.
Für Thomas Rammerstorfer, Vorstandsmitglied der Welser Initiative gegen Faschismus, ist die Distanzierung der Rocker von Neonazismus zwar glaubwürdig, aber Frei.Wild habe „rechtskonservative, deutschnationale, mitunter gewaltverherrlichende Texte“, wie er betont. Das Konzert ist mit über 4000 Besuchern, davon stammt die Hälfte aus Deutschland, ausverkauft. (wo)
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