Filmwirtschaft sieht sich durch ORF-Sparkurs akut gefährdet
Wien – „Wir sind keine Bettler, wir liefern etwas.“ Recht drastische Worte fand der langjährige Michael-Haneke-Produzent und Präsident der F...
Wien –„Wir sind keine Bettler, wir liefern etwas.“ Recht drastische Worte fand der langjährige Michael-Haneke-Produzent und Präsident der Film Austria, Veit Heiduschka, angesichts der durch das Auslaufen der ORF-Gebührenrefundierung drohenden Sparmaßnahmen für die heimische Filmwirtschaft. Die unmittelbaren Auswirkungen – bereits 2013 seien Serien- und Einzelfilmprojekte betroffen – habe die Politik nicht bedacht. Deshalb forderte man am Dienstag erneut die gesetzliche Zweckwidmung von 20 Prozent der Gebühreneinnahmen für Auftragsproduktionen. Wobei dies nicht auf dem Rücken der Seher ausgetragen werden sollte, wie Fachverbandsobmann Danny Krausz unterstrich. „Es geht auch konsumentenneutral“, erteilte er dem Szenario höherer Gebühren eine Abfuhr. Stattdessen müsse man sich den gesamten Finanzhaushalt anschauen. Krausz verwies etwa auf die „Optimierung der Funktionalität der Landesstudios“. Die Filmwirtschaft sieht sich angesichts der drohenden Kürzung von rund einem Drittel des gesamten Programmbudgets für unabhängige Fernsehfilm- und Fernsehdokumentationssendungen akut gefährdet.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz betonte in einer Reaktion das Interesse des ORF „an weiterführenden Gesprächen mit der Politik, um das derzeitige Rekordvolumen von mehr als 100 Mio. Euro an Investitionen in österreichische Produktionen halten zu können.“ (APA, TT)
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