Projekt „Rucola“

„Wir warten auf Angebot der Stadt“

Nach den massiven Protesten ist das Stadt-Gartel-Projekt in Innsbruck vorerst gescheitert. Jetzt geht es um Pachtvertrag und Ersatzflächen.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –„Rucola“ wird auf der Pacherwiese wohl so bald keiner wachsen. Da ist sich auch Eleonore Rangger sicher. Ihr gleichnamiges Urban-Gardening-Projekt (Stadt-Garteln) stieß auch bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend auf großen Widerstand, die TT berichtete. „Ein konstruktives Gespräch war nicht möglich“, schätzt auch Rangger die Situation so ein, dass auf der Pacherwiese „nichts angebaut“ werden könne.

Das musste der zuständige Stadtrat Gerhard Fritz (Grüne) auch einsehen. Er empfahl jedenfalls Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) gestern in einem Gespräch die Auflösung des bereits unterzeichneten Pachtvertrags zwischen der Stadt und Rangger.

„Das Ganze ist noch in Schwebe“, hält sich Rangger diesbezüglich bedeckt. Ihr Anwalt Thomas Girardi bestätigt, dass er noch heute mit seiner Mandantin die weitere Vorgehensweise besprechen werde. Generell hält er jedoch fest, dass „es einen gültig abgeschlossenen Vertrag gibt, zu dem sich die Stadt auch in einer Aussendung bekannt hat.“ Wenn sich die Stadt nun aber von selbigem zurückziehen wolle, dann sei das eine Sache. Die andere sei, dass seine Mandantin „erhebliche Investitionen bereits getätigt hat“. Ein Gespräch mit der Stadt werde man nicht ablehnen: „Wir warten auf ein Angebot der Stadt.“

Indes geht die Suche nach einer Ersatzfläche stadtintern weiter. Zur Diskussion soll eine zwischenzeitliche Lösung auf dem Campagne-Areal in der Reichenau stehen. Eine Lösung, die, so wird kolportiert, abgelehnt werden dürfte. Eine weitere Möglichkeit wäre, verschiedene kleinere Teilflächen zu finden. Hierfür soll unter anderem auch das Wiltener Platzl im Spiel sein.