Starphysiker Hawking bleibt aus Protest Tagung in Israel fern
Stephen Hawking sagte seine Teilnahme an einer Tagung in Israel mit Hinweis auf die Behandlung der Palästinenser durch den Staat Israel ab. Dort reagiert man entrüstet.
Jerusalem – Der weltberühmte Astrophysiker Stephen Hawking (71) hat seine Teilnahme an einer Konferenz in Jerusalem unter dem Ehrenschutz von Israels Präsident Shimon Peres abgesagt. Wie die britische Zeitung „Guardian“ am Dienstag berichtete, begründete der seit Jahrzehnten gelähmte Wissenschafter seine Absage mit seinem Protest gegen die Behandlung der Palästinenser durch Israel.
Der Professor an der University of Cambridge hatte ursprünglich eine Einladung zu der Konferenz im Juni angenommen, die sich mit Zukunftsfragen beschäftigt und zu der zahlreiche Persönlichkeiten aus aller Welt erwartet werden. Zudem wird bei dieser Gelegenheit auch der 90. Geburtstag von Peres gefeiert.
„Wissen über Palästina“
Hawking hatte vorige Woche in einen kurzen Brief an den israelischen Präsidenten mitgeteilt, er habe seine Meinung geändert. In einem vom „British Committee for the Universities of Palestine“ mit der Einwilligung des Physikers veröffentlichten Statement hieß es, er habe, basierend auf seinem „Wissen über Palästina“ die „unabhängige Entscheidung“ getroffen, den akademischen Boykott Israels zu unterstützen, nachdem er sich mit palästinensischen Kollegen beraten habe.
Der Vorsitzende der Jerusalemer Konferenz, Israel Maimon, nannte laut der israelischen Zeitung „Haaretz“ Hawkings Entscheidung falsch und nicht zu rechtfertigen. Der akademische Boykott Israels sei empörend und unzulässig, vor allem für jemanden, dem der „Geist der Freiheit“ als Grundlage für seine menschliche und akademische Mission diene.
„Israel ist eine Demokratie, wo alle Menschen frei ihre Meinung äußern können, wer immer sie auch sind“, betonte Maimon. (tt.com, APA)
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