Unternehmen

Niemetz: Tiroler Großhändler Interfood als Bestbieter

Die Schwedenbombemfirma Niemetz rutschte im Februar 2013 in die Insolvenz.
© APA

Interfood würde den Schwedenbombenproduzenten laut „Kurier“ um 3,6 Mio. Euro übernehmen. Ob die Firma überhaupt verkauft wird, wird nächste Woche entschieden.

Wien - Die Wiener Schwedenbombe könnte bald einen Tiroler Anstrich bekommen: Der in Hall ansässige Lebensmittelgroßhändler Interfood hat laut einem Bericht der Tageszeitung „Kurier“ (Mittwochausgabe) das bisher beste Angebot für den schwer angeschlagenen Schaumgebäckhersteller Niemetz gelegt. 3,6 Mio. Euro will sich das Unternehmen die Übernahme kosten lassen. „Ja, wir haben ein Angebot gelegt“, wird Karl Aschbacher, kaufmännischer Leiter von Interfood, in der Meldung zitiert.

Insgesamt sollen dem Niemetz-Masseverwalter derzeit zumindest sechs verbindliche Angebote vorliegen. Interesse wird u.a. der Heidi Chocolat S.A. aus Rumänien, dem heimischen Schnittenproduzent Manner und der Hafelder Präzisionsteile GmbH nachgesagt.

Ob Niemetz überhaupt verkauft wird, entscheidet sich - nach dem die für gestern, Dienstag, anberaumte Abstimmung über den Sanierungsplan vertagt wurde - aber erst nächste Woche. Große Hoffnung wird derzeit in den Investor Erhard Grossnigg und seine Austro-Holding gelegt. Grossnig will offenbar mit 70 Prozent bei Niemetz einsteigen und den Gläubigern eine 75-Prozent-Quote zahlen. Am 16. Mai fällt am Wiener Handelsgericht die endgültige Entscheidung über die Zukunft der süßen Bomben. (APA)