Südtiroler Forschungszentrum baute Datenbank mit 400 Apfelsorten auf
Besonders alte Sorten sollen positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben.
Bozen – Das landwirtschaftliche Forschungs- und Kompetenzzentrum Laimburg in Südtirol hat im Rahmen eines EU-Projektes eine Datenbank mit den genetisch abgesicherten Profilen von über 400 alten und modernen Apfelsorten aufgebaut. Ziel sei es, auf insgesamt 500 Apfelsorten zu kommen, sagte Sprecher Oswald Bauer der APA am Mittwoch. Die Forscher gehen zudem davon aus, dass die in den Äpfeln enthaltenen Stoffe positive gesundheitliche Auswirkungen aufweisen.
Generell gelte, dass die Menge an Polyphenolen in der Schale der Früchte bis zu dreimal so hoch sei als im Vergleich zu der des Fruchtfleisches. Diese natürlichen Antioxidantien würden eine wichtige Funktion erfüllen, indem sie die Proteine vor einer Oxidation und vor freien Radikalen schützen. Die Ergebnisse vieler Studien würden darauf hindeuten, dass sie eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System haben und vorbeugend gegen altersbedingte Krankheiten und das Wachstum von Tumoren wirken.
Darüber hinaus wurde laut Bauer festgestellt, dass die alten Apfelsorten besonders viele dieser Stoffe enthalten. Die gemessene Konzentration von Polyphenolen sei bei ihnen vereinzelt viermal so hoch. Die Datenbank weise derzeit jeweils 200 alte und 200 neue Sorten auf.
Derzeit machen in Südtirol acht Sorten 95 Prozent des Apfelanbaus aus. Die autonome Provinz gilt mit rund 19.000 Hektar als das größte zusammenhängende Apfelanbaugebiet Europas. (APA)
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