Landespolitik

Kein Verständnis für Pauschalwerkvertrag

Innsbruck – Nicht erst seit dem Rechnungshofbericht, sondern schon seit Monaten sorgt ein Pauschalwerkvertrag mit „ekoe media“ für Diskussio...

Innsbruck –Nicht erst seit dem Rechnungshofbericht, sondern schon seit Monaten sorgt ein Pauschalwerkvertrag mit „ekoe media“ für Diskussionen im Landhaus. Nach jahrelangen Einzelwerkverträgen hat die Tiroler Landesregierung im Vorjahr mit Eckhart Köll einen Pauschalwerkvertrag über Multimediaproduktionen in der Höhe von 79.000 Euro brutto abgeschlossen. Monatlich wird ein Betrag von 6600 Euro ausbezahlt.

Der Abschluss des Werkvertrags erfolgte ohne Ausschreibung, sondern basiert auf den bisherigen Einzelaufträgen. Das Land gibt in dem Vertrag außerdem vor, wo und wann zu filmen ist, gleichzeitig nimmt Köll an den Arbeitssitzungen der Öffentlichkeitsarbeit teil und ist für die technische Betreuung des Multimediastudios im Landhaus zuständig.

Für den Landesrechnungshof steht eindeutig fest, dass durch den Pauschalwerkvertrag der Dienstpostenplan des Landes umgangen wird. Seit 2001 arbeitet „ekoe media“ projektbezogen für das Land Tirol. Die Landesregierung begründet die Pauschalvereinbarung mit einer wesentlich wirtschaftlicheren und kostengünstigeren Lösung in der Zusammenarbeit mit Köll.