Schützengilde hat sich ihren Traum erfüllt
Ehrwald – Nach der Modernisierung des Luftgewehrschießstandes der Schützengilde Ehrwald (die TT berichtete) wurde nun auch der am Wetterstei...
Ehrwald –Nach der Modernisierung des Luftgewehrschießstandes der Schützengilde Ehrwald (die TT berichtete) wurde nun auch der am Wetterstein befindliche Kleinkaliberstand rechtzeitig zu den Rundenwettkämpfen auf den neuesten Stand der Technik gebracht und auf 50 Meter liegend, stehend und kniend umgebaut. Und damit ging für die Schützengilde unter ihrem Oberschützenmeister Alois Schretter und seinem Stellvertreter Ernst Rodlberger nach 19 Jahren ein Traum in Erfüllung.
„Jetzt erhält man auf beiden Anlagen Schussbilder in Zehntelwertung, kann dies auf Monitoren verfolgen und bekommt das Ergebnis auf Knopfdruck. Man kann aber auch noch auf alte, traditionelle Bildscheiben, Wildscheiben und Juxscheiben schießen“, freut sich Schretter. Auch die Zuschauer können die Treffer im Vereinslokal über einen großen Bildschirm mitverfolgen.
Der Weg zu den beiden modernen Anlagen war jedoch alles andere als einfach. Schretter: „Bei der heutigen Wirtschaftslage sitzt das Geld nicht mehr so locker. Es steht keiner vor der Tür und überreicht einem freiwillige Spenden.“ Davon ließ sich Schretter aber nicht entmutigen. Er machte sich ein Jahr lang auf die Suche nach Idealisten – Firmen, Jäger, Schützen und andere Unterstützer –, die sich für den Schießsport begeistern ließen. Und während Schretter sich zum überwiegenden Teil um den Geldfluss kümmerte, leistete sein Stellvertreter Ernst Rodlberger mit einer Handvoll freiwilliger Helfer die Arbeiten am Schießstand.
Die Schützengilde Ehrwald ist nicht nur in Sachen Umbau äußerst aktiv. Jährlich werden laut Schretter 49 Veranstaltungen abgehalten – sei es mit Gästen, das Bildscheibenschießen oder die Rundenwettkämpfe. Durch die Modernisierung der Anlagen hoffen sowohl die Schützengilde als auch die Schützenkompanie auf mehr Zulauf der Schüler und Jugendlichen. Denn das Schießen hat in der Gemeinde am Fuß der Zugspitze eine lange Tradition. Diese geht auf das Jahr 1798 zurück. Schon im Gründungsjahr zählte der Verein 160 Mitglieder. (TT, fasi)
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