Steiermark

Saunabrand in Grazer Wohnhaus: Acht Verletzte, darunter Kleinkind

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Der Brand griff auf das gesamte Geschoß über. Über zwei Zugänge drangen die Rettungskräfte in das verrauchte Stiegenhaus ein und brachten die acht Bewohner ins Freie.

Graz - Bei einem Brand im Saunabereich eines Grazer Wohnhauses sind am Donnerstag acht Bewohner, darunter ein Kleinkind, verletzt worden. Die Berufsfeuerwehr Graz holte die Männer und Frauen sowie das Kind aus dem Gebäude, während die Flammen schon meterhoch aus den Fenstern schlugen, sagte Einsatzleiter Dieter Pilat.

Das Feuer war kurz nach Mittag aus bisher unbekannter Ursache im ersten Stock des Hauses in der Prankergasse - direkt über einem Nachtclub - ausgebrochen. Der Brand griff auf das gesamte Geschoß über. Beim Eintreffen der Feuerwehr seien bereits aus drei Fenstern bis zu vier Meter hohe Flammen emporgelodert, sagte Pilat. Über zwei Zugänge drangen die Rettungskräfte in das verrauchte Stiegenhaus ein und brachten die acht Bewohner ins Freie.

Während die Berufsfeuerwehr mit insgesamt 25 Kräften und sieben Fahrzeugen das Feuer löschte, versorgte das Rote Kreuz die Verletzten. Die meisten erlitten laut Rettungseinsatzleiter Rudolf Reisner leichte Rauchgasvergiftungen, eine Person dürfte es etwas schlimmer erwischt haben: Reisner sprach von einer mittelschweren Vergiftung durch den Qualm. Das Rote Kreuz war mit insgesamt 27 Helfern und neun Fahrzeugen im Einsatz. Alle Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.

Pilat schätzte den Schaden auf mindestens 100.000 Euro und sprach von Glück, dass nicht mehr passiert sei. Die Brandermittler nahmen am Nachmittag ihre Arbeit auf und konnten innerhalb weniger Stunden die Brandursache klären: Die Besitzerin des darunterliegenden Nachtklubs hatte in ihrer Wohnung den Saunaofen versehentlich eingeschaltet, erklärte Kriminalist Günter Peterka. Die Grazerin hatte den Wellnessraum als Lager benutzt und u.a. Weidenkörbe auf dem Ofen abgestellt. Etwa eine Stunde vor dem Feuer war sie offenbar noch in der Sauna. Als sie diese verließ, drückte sie statt dem Licht- den Ofenschalter. (APA)