Vertrauen steigt

Anleihezinsen in Krisenländern der Eurozone weiter im Sinkflug

Symbolbild.
© X90138

Griechische Renditen auf 10-Jahresanleihen sanken erstmals seit zwei Jahren wieder auf unter zehn Prozent. Auch Portugal, Irland, Italien und Spanien kommen günstiger an Geld.

Brüssel - Griechische Renditen auf 10-Jahresanleihen sind erstmals nach mehr als zwei Jahren wieder unter die 10-Prozent-Marke gesunken. Sie notierten am Freitag im Sekundärmarkthandel mit 9,623 Prozent - der Höchstwert war im März 2012 mit knapp über 37 Prozent erreicht worden.

Auch für die anderen Krisenländer der Eurozone gab es erfreuliche Entwicklungen. Portugiesische Renditen blieben mit 5,457 Prozent auf dem niedrigsten und damit günstigsten Stand seit mehr als eineinhalb Jahren. Irische Renditen wurden mit 3,41 Prozent neuerlich billiger. Auch italienische Renditen lagen mit 3,87 Prozent weiterhin relativ günstig. Spanische Renditen notierten bei 4,192 Prozent.

Dagegen stiegen in den sogenannten starken Euro-Ländern die Werte. Österreichs Rendite ging innerhalb von drei Tagen von 1,624 auf nunmehr 1,703 Prozent hinauf. Marktführer Deutschland musste eine Erhöhung von 1,243 auf 1,324 Prozent hinnehmen. Auch für belgische (2,009 Prozent), französische (1,776 Prozent) oder niederländische Renditen (1,638 Prozent) gab es Verteuerungen.

Das gilt auch für das ab Juli neue 28. EU-Land Kroatien - es wurde eine Steigerung in den vergangenen drei Tagen von 4,543 auf 4,846 Prozent verzeichnet. Tschechische Renditen blieben mit 1,55 Prozent auf einem Niedrigstand und waren damit sogar günstiger als britische (1,841 Prozent) oder finnische (1,551 Prozent). (APA)