Gebührenpflichtige Zonen in allen Stadtteilen geplant

Am Ausbau der Parkraumbewirtschaftung und neuen Einbahnstraßen führt in Landeck kein Weg vorbei. Die Umsetzung ist für 2014 geplant.

Von Helmut Wenzel

Landeck –Die Neubesetzung der Landecker Gemeinderatsausschüsse ist aus Sicht der ÖVP-Fraktion abgeschlossen: StR Thomas Hittler übernimmt den Planungs-, Verkehrs- und Agrarausschuss, den bisher BM Wolfgang Jörg geführt hat. Nur noch die Agenden der Standort- und Wirtschaftsentwicklung bleiben beim Bürgermeister angesiedelt. Den Wirtschaftsausschuss übernimmt ab sofort GR Jakob Egg.

Die beiden neuen Obmänner gaben diese Woche einen ersten Einblick in ihre Vorhaben. „An neuen Einbahnregelungen und an einer Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung führt in der beengten Bezirksstadt kein Weg mehr vorbei“, begründete StR Hittler den großen verkehrspolitischen Wurf, der 2014 umgesetzt werden soll. Demnach soll der knappe Parkraum in den bisher gebührenfreien Stadtteilen Öd, Perjen und Perfuchs bewirtschaftet werden. „An den entsprechenden Konzepten wird gearbeitet“, sagte Hittler, der das Paket mit möglichst breitem Konsens umsetzen will.

Zustimmung sucht Hittler auch für die Planung und Umsetzung einer Begegnungszone bzw. „Shared Space“ (gemeinsam genutzte Verkehrsflächen) im Stadtzentrum. „Allein der Umbau wird zu wenig sein. Die neue Zone in der Malser Straße muss auch Akzeptanz im Bewusstsein der Bevölkerung finden.“ Dem Standpunkt der Grünen, wonach „Shared Space“ nicht teuer sein soll, widerspricht der Ombann: „Die Kosten liegen bei mehreren 100.000 Euro. Das muss man sich erst im Detail anschauen.“ Für das Modell „Begegnungszone“ dürfte er die Kaufleute bereits auf seiner Seite haben. Obmann Thomas Walser bestätigte am Freitag: „Planer Andreas Pfenniger hat uns das Projekt präsentiert. Das können wir nur unterstützen.“

Der neue Chef des Wirtschafts- und Umweltausschusses, Jakob Egg, findet für die jüngste Weiterentwicklung des Wertstoffhofes und der Abfallentsorgung lobende Worte. „Wir streben weiterhin moderate Preise an, sie müssen allerdings kostendeckend sein.“ Egg kündigte ein neues Konzept für den Ausbau des Landecker Frischemarktes an. Wichtig ist ihm auch das Naherholungsgebiet Trams samt limnologischer Begleitung des Badeweihers.