Hauser geht im Oktober, Parteitag wird einberufen
Innsbruck – Die Entwicklungen in der Tiroler FPÖ haben in den vergangenen Tagen eine Eigendynamik bekommen. Ausgelöst wurden sie durch die V...
Innsbruck –Die Entwicklungen in der Tiroler FPÖ haben in den vergangenen Tagen eine Eigendynamik bekommen. Ausgelöst wurden sie durch die Verschiebung des Parteivorstandes auf 13. Mai. Parteiintern wollte man aber endlich über die Landtagswahl reden. Zwar hat die FPÖ die vier Mandate gehalten, aber insgesamt drei Prozent verloren. Und schon längst war klar, dass Gerald Hauser angesichts seiner drei Funktionen als Bürgermeister von St. Jakob im Defereggen, Parteichef und Klubobmann im Landtag wohl die Führung der Partei in absehbarer Zeit abgeben wird.
Beim Parteivorstand sollte der Übergang mit der Installierung eines geschäftsführenden Parteiobmanns in die Wege geleitet werden. Doch plötzlich schoss Bundesparteiobmann HC Strache quer, weil er den Kandidaten des Landesparteivorstandes, Peter Wurm, nicht akzeptiert. Mit Unterstützung von Nationalrätin Carmen Gartelgruber und der Imster Bezirksobfrau Nadja Benda sollte der Innsbrucker FPÖ-Chef Markus Abwerzger als geschäftsführender Parteichef installiert werden.
Doch dagegen wehrte sich die Mehrheit des Parteivorstandes, auch Abwerzger musste letztlich zurückrudern. Trotzdem: Beim Parteivorstand am Montag wird es zu einem Kräftemessen zwischen den Strache-Vertrauten und jenen Funktionären kommen, die sich für eine intensive Zusammenarbeit mit der Bundespartei, aber einen eigenständigen Kurs in Tirol starkmachen. Bereits im Wahlkampf war der Konflikt aufgebrochen.
Seit Samstag ist es jetzt fix. Am 19. Oktober findet ein Parteitag und die Hofübergabe statt. Das will Parteichef Gerald Hauser dem Landesparteivorstand am Montag vorschlagen. Gleichzeitig soll eine Reformkommission eingesetzt werden, die Hauser leiten wird. Einstimmig wurde der 52-jährige Osttiroler bereits zum Klubchef im Tiroler Landtag gewählt. (pn)
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