Traum-Finale in Madrid: Serena Williams gegen Scharapowa

Die US-Amerikanerin nimmt am Sonntag ihren 50. WTA-Titel ins Visier. Andererseits könnte Scharapowa mit einem Sieg wieder an die Spitze der Weltrangliste klettern.

Madrid – Das mit 4,03 Millionen Euro dotierte WTA-Premier-Turnier in Madrid hat sein Traumfinale: Die topgesetzte Titelverteidigerin Serena Williams trifft am Sonntag auf die Nummer zwei, die Russin Maria Scharapowa. Die 31-jährige US-Amerikanerin setzte sich am Samstag gegen Sara Errani (ITA) mit 7:5,6:2 durch, danach bezwang Scharapowa die Serbin Ana Ivanovic mit 6:4,6:3.

Der Turnier-Titel würde für beide Spielerinnen einen Meilenstein bedeuten: Williams geht im 15. Duell mit Scharapowa auf ihren insgesamt 50. WTA-Titel los, sollte sich Scharapowa durchsetzen, klettert die Russin am Montag erstmals seit Sommer des Vorjahrs auf Platz eins der Weltrangliste.

Der Blick auf die Statistik stempelt allerdings die 15-fache Grand-Slam-Siegerin Williams zur Favoritin: Der US-Star hält nicht nur bei 12:2-Siegen über Scharapowa, sondern hat die vergangenen elf Aufeinandertreffen für sich entschieden. Scharapowas letzter Erfolg gegen die Olympiasiegerin datiert aus dem Jahr 2004.

Scharapowa hat allerdings schon mit dem Erfolg über die Weltranglisten-20. Ivanovic einen Höhepunkt ihrer Karriere erreicht, denn es war ihr 500. Einzelsieg auf WTA-Level.

Für Williams ist es doch etwas überraschend ihr erstes Finale auf Sand seit 2002 und erst das vierte insgesamt. „Ich freue mich darauf“, sagte Williams. „Ich habe das gesamte Turnier nur gegen Sandplatz-Spielerinnen gespielt, es war auch jede kleiner als ich“, konstatierte Williams. Gegen Scharapowa erwartet sie nun „ein wirklich gutes Match“.

Scharapowa meinte, dass sie noch beständiger spielen müsse, wenn sie auch nur irgendeine Hoffnung haben möchte, Williams zu schlagen. Beim bisher letzten Duell heuer in Miami musste sich die Russin mit 6:4,3:6,0:6 beugen. „Ich habe in Miami die ersten eineinhalb Sätze wirklich gut gespielt, aber das ist nicht genug. Ich habe schon sehr lange nicht mehr gegen sie gewonnen“, weiß auch Scharapowa.