Kematen starb den Chancentod

Von Tobias Waidhofer...

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Eigentlich wäre alles angerichtet gewesen: Die Abstiegskonkurrenten Kolsass/Weer (0:6 in Kitzbühel) und Mötz/Silz (0:5 in Fügen) hatten am Vortag klare Niederlagen kassiert, die „Blues“ selbst wollten deshalb gestern in der Reichenau wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln.

Schlussendlich stand die Tanaskovic-Truppe aber wieder einmal mit leeren Händen da. Und das, obwohl man bei der favorisierten Reichenau eigentlich eine starke Leistung ablieferte. Während Tanaskovic seine Mannschaft in Schutz nahm („Wir haben ein super Spiel abgeliefert. Die vergebenen Chancen waren eine Mischung aus Unvermögen und Unglück“), konnte Reichenaus Sportlicher Leiter Helmut Hupfauf kaum glauben, dass seine Mannschaft drei Punkte einfuhr.

„Ich bin schon lange dabei. Aber so etwas habe ich nicht nie erlebt“, spielt Hupfauf auf die Schlussviertelstunde an, in der die Kemater ein echtes Chancenfeuerwerk abbrannten. Der Höhepunkt: Nach einer Hereingabe von Christian Schieder brachte Oliver Kuen kurz vor Schluss den Ball aus kurzer Distanz nicht ins leere Tor. Reichenaus Mittelfeld-Riese Alex Mader verhinderte den späten Ausgleich auf der Torlinie.

„Es hat halt nicht sein sollen“, meinte Tanaskovic, der die verlorenen Punkte am Freitag gegen Völs holen will. Für die Reichenau bedeutete der Sieg Tabellenplatz zwei. Vorne haben die Schwazer nach dem 2:1 in Kirchbichl weiter fünf Punkte Vorsprung. „Mit jedem Sieg wird die Chance kleiner, dass uns noch wer einholt“, weiß auch Schwaz-Trainer Martin Hofbauer um die gute Ausgangsposition.