Obama bot Pakistans Regierung gleichberechtigte Partnerschaft an
Der US-Präsident gratulierte dem pakistanischen Volk zur historischen Wahl.
Washington, Islamabad – Nach der Parlamentswahl in Pakistan hat US-Präsident Barack Obama der künftigen Regierung des Landes eine Zusammenarbeit auf gleichberechtigter Basis angeboten. Die USA wollten ihre Kooperation mit der neuen Regierung in Islamabad als „gleichberechtigten Partner“ zugunsten einer stabileren Zukunft Pakistans fortsetzen, erklärte Obama am Sonntag in Washington. Dem pakistanischen Volk gratulierte er zur „historischen, friedlichen und transparenten Übertragung“ der zivilen Regierungsvollmacht. Dies sei ein „bedeutender Meilenstein in Pakistans demokratischem Prozess“.
Bei der Parlamentswahl am Samstag hat die Mitte-Rechts-Partei des früheren pakistanischen Premiers Nawaz Sharif Medienberichten zufolge einen klaren Sieg errungen. Seine Pakistanische Muslimliga (PML-N) erhielt mehr als 115 der insgesamt 272 neu zu vergebenden Sitze, wie private pakistanische TV-Sender am Sonntag berichteten. Sharif erklärte sich noch in der Nacht zum Sieger und nahm bereits am Sonntag Konsultationen zur Regierungsbildung auf.
Der 63-Jährige war bereits zweimal, 1990 bis 1993 und 1997 bis zum Militärputsch 1999, Regierungschef. Im Westen gilt er als Pragmatiker. Die US-Militärstrategie gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida stellte er öffentlich infrage, außerdem rief er zu Friedensgesprächen mit den pakistanischen Taliban auf. Mit der Wahl wurde zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit Pakistans im Jahr 1947 eine Regierung nach dem Ende ihrer Amtszeit auf demokratischem Wege abgelöst. (APA/AFP)
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