Lifestyle

Achtung Kleider, grüner wird’s nicht!

Früher einmal war Grün die Farbe der Jäger und Förster. Dann kamen die Modedesigner und nahmen sich auch das Recht auf Grün. In diesem Sommer erstrahlt alles in knackfrischem Chlorophyll – von frischem Salatgrün über sanftes Moosgrün bis hin zu geheimnisvollem Schlammgrün.

Von Andrea Wieser

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider, grün, grün, grün ist alles, was ich hab’. Darum lieb’ ich alles, was so grün ist, weil mein Schatz ein Förster ist.“ So geht das berühmte Kinderlied. Lieb, aber wenn Frau Grün tragen will, braucht sie dazu schon lange keinen Förster mehr. Am wenigsten in dieser Saison. Die Farbe Grün hat sich emanzipiert und steht nicht mehr nur für Lodenmäntel und Jägerhüte.

Der kommende Modesommer erstrahlt in allen Grünvarianten. Inspiriert von der Natur, sind viele Nuancen vorhanden: Knackiges Granny-Smith-Grün, frisches Salatgrün, sanftes Moosgrün, tarnendes Schlammgrün, gefährliches Giftgrün und – derzeit sehr beliebt – Smaragdgrün, Insider sagen gerne Emeraldgrün.

Die großen Modehäuser entdeckten letztes Jahr die modische Photosynthese. Beim traditionsreichen Modelabel Burberry wurden die Models zur Präsentation der Frühjahrs-Sommer-Kollektion 2013 in grasgrünen Spitzenkleidern über den Laufsteg geschickt. Bei Akris ließ man für die Show einen ganzen botanischen Garten aufbauen. Und Karl Lagerfeld inszenierte zur Präsentation der Haute Couture von Chanel sogar einen Mischwald mit Kiefern in das Pariser Grand Palais in Paris.

Modisch eine helle Freude und auch die Seele dankt es uns. Grün ist laut der Farbenlehre nämlich extrem positiv besetzt. Die Farbe steht für das Leben, die Lebendigkeit und die Natürlichkeit. Und natürlich für die Hoffnung. Also, sattes Chlorophyll, wo man hinschaut. Eindeutig optimistische Aussichten für den kommenden Modesommer.