Zwischen Hoffen und Ärgern

Der FC Wacker erwartet heute den positiven Lizenzentscheid, spielt am Samstag in Salzburg und ärgert sich über die Rieder.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Noch elf Tage bis zum Meisterschaftsfinale am 26. Mai – eine nervenaufreibende Zeit für den Tiroler Fußball-Traditionsklub FC Wacker zwischen Hoffen und Bangen sowie auch noch Ärgern über die „Causa Perstaller“. Eine „überlebenswichtige“ Entscheidung fällt bereits heute. Am Nachmittag gibt das Protestkomitee der Bundesliga die Lizenzentscheidung bekannt. Geschäftsstellenleiter Gerald Schwaninger stand gestern in Wien bei der routinemäßigen letzten Anhörung noch einmal Rede und Antwort. Alles andere als ein postiver Bescheid wäre fatal.

Zur sportlichen und wirtschaftlichen „Extremlage“ kam beim FC Wacker auch noch der Ärger über die Art und Weise des Wechsels von Julius Perstaller. Wobei man die Tatsache, dass sich der 24-Jährige für Ried entschied, als „normale Geschichte“ kommentiert. Aber die vorzeitige Präsentation im Ried-Dress stößt im schwarzgrünen Lager sauer auf. „Eigentlich eine Frechheit der Rieder und eine Dummheit des Spielers. So macht man das nicht“, ärgerte sich Präsident Kaspar Plattner, der den Fall prüfen lässt: „Denn noch steht er bei uns unter Vertrag.“

Auch Roland Kirchler kann die Vorgangsweise der Innviertler nicht nachvollziehen: „Weil sie eigentlich immer ihr Saubermann-Image in der Liga herauskehren. Aber ich hab’ im Fußball schon zu viel erlebt, um mich darüber groß aufzuregen“, konzentriert sich der Wacker-Coach auf den nicht minder nervigen Abstiegskampf. Am Samstag in Salzburg steht Perstaller im Kader – Kirchler: „Er hat versprochen, bis zur letzten Minute alles zu geben“ –, für den gesperrten Martin Svejnoha rückt Dario Dakovic in die Verteidigung. Auch Kapitän Tomas Abraham steht nach Verletzungspause wieder im Wacker-Aufgebot.