Alabas Nachfolger kicken bei der Mini-Champions-League in Tirol

Dort wo schon Alaba seine Stoppel ins Gras drückte, kickt nun eine neue Generation: beim 16. Cordial Cup am Wochenende bei Kitzbühel.

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –David Alaba war da, Thomas Müller oder Sami Khedira genauso wie Marko Arnautovic – beim Cordial Cup haben in den vergangenen 15 Jahren schon viele heute bekannte Fußballer mitgespielt. „Manche sind sofort aufgefallen, andere weniger“, sagt Cheforganisator Hans Grübler. Alaba sei damals herausgestochen, wurde 2003 zum besten U11-Spieler des Turniers gewählt. „Er war einen halben Kopf größer, ein guter Spieler und ein sympathischer Kerl“, schwärmt der Bayer über den damaligen Austrianer, den er noch persönlich habe ehren können. Heute gehe das nicht mehr.

Aus den im Gründungsjahr 1998 noch 16 Mannschaften sind inzwischen 160 aus 20 Ländern geworden. 681 Teams spielten heuer Qualifikationen um 35 noch freie Plätze. Die Warteliste für das kommende Jahr ist bereits lang. „Wir sind längst an der Grenze angelangt, nur bei den Mädchen wäre noch was möglich“, beschreibt der ehemalige Fußball-Manager Zukunftsmusik für den 2010 eingeführten Jungdamen-Bewerb neben den männlichen U11-, U13- und U15-Klassen.

Was also an einer Kirchberger Hotelbar der namens- und geldgebenden Kette geboren wurde, zählt heute zu Europas größten Nachwuchsturnieren. Die Teams, die längst Europas Grenzen gesprengt haben – Kinder aus Johannesburg und Vancouver sind auch dabei – spielen auf insgesamt elf Plätzen in den Regionen rund um die Kitzbüheler Alpen. Dabei leisten auch die Hausherren der elf ansässigen Vereine jede Menge Arbeit an den Schanktischen, als Schiedsrichter oder an den Eingangstoren.

Dabei geht es vornehmlich nicht um Masse, sondern um Qualität, wie Grübler zum Motto „Klein trifft sich mit groß“ ergänzt: „Wir gewährleisten, dass der FC Irgendwer auch gegen einen Großklub spielen kann.“

Dass den Stars von morgen nicht nur die Eltern auf die Beine schauen, versteht sich von selbst. Viele Scouts sind vor Ort, um vielleicht einen neuen Alaba zu sichten.