Burg- statt Theatersommer
Hall – Als 2009 der Innenhof der Burg Hasegg nach langen Jahren wieder zur Freiluftbühne erklärt und mit dem Theaterprojekt „Tirol hoch9“ be...
Hall –Als 2009 der Innenhof der Burg Hasegg nach langen Jahren wieder zur Freiluftbühne erklärt und mit dem Theaterprojekt „Tirol hoch9“ bespielt wurde, träumten sowohl Initiatoren als auch Stadt Hall von einer fixen Einrichtung: Das „sommer.theater.hall“ sollte alle zwei Jahre über die Bühne gehen, 2011 gab’s auch tatsächlich ein Dacapo. Und dann war Schluss.
Das Projekt sei „gestorben“, bestätigt Kulturstadtrat Johannes Tusch. Der Wunsch der Stadt, den Burg-Hof zu beleben, ist freilich geblieben – nur hätte man es gern etwas billiger. Und hat mit dem BurgSommerHall (1. Juni bis 2. Juli) eine neue fixe Einrichtung geschaffen, in die die Stadt 15.000 Euro investiert. Zusätzliche 14.000 bringt der Verein zur Förderung der Kultur in der Burg Hasegg auf. Das Sommertheater habe im Vergleich dazu 40.000 Euro gekostet, rechnet Tusch vor. Den ersten BurgSommer, der, so Bürgermeisterin Eva Maria Posch, eine Kombination „aus heimischem und überregionalem Kulturschaffen“ bieten soll, gab es 2012, seither ist er ein bisschen gewachsen, soll aber, so Tusch, weiterhin „klein und fein“ bleiben.
Lokales Kulturschaffen präsentieren heuer u. a. der Männergesangsverein Hall (1. und 2. Juni) und die Jugend-Bigband der Musikschule Hall (14. Juni). Am 13. Juni ist Songwriterin Clara Luzia zu Gast, das Kulturlabor Stromboli steuert einen Kabarett-Abend mit Werner Schneyder (20. Juni) bei. Ein weiteres Programmhighlight liefert die Kulturinitiative von SOS-Kinderdorf ubuntu: Sie holt von 28. bis 30. Juni Jacqueline Kornmüllers Stück „Fly Ganymed“ mit Puppenspieler Nikolaus Habjan, der bereits beim Osterfestival begeisterte, nach Hall. Erzählt wird die Geschichte eines Flüchtlingsjungen aus Afghanistan, der Reinerlös geht an BIWAK Hall. (jel)