Seltene Ferkel erstmals in Tirol geboren
Von Miriam Hotter...
Von Miriam Hotter
Langkampfen –In Tirol sind Kune-Kune-Schweine ein seltener Anblick. Und wenn man die kleinen gefleckten Schweine doch einmal antrifft, dann stehen sie im Garten von Ernst Rieser in Langkampfen. Er ist nämlich einer von vier Züchtern in Österreich und darf sich nun über den ersten Nachwuchs dieser Schweineart freuen, der nach eigenen Angaben jemals in Tirol das Licht der Welt erblickt hat.
„Vergangene Woche hat eines unserer Weibchen sieben Ferkel zur Welt gebracht“, freut sich Rieser über den Familienzuwachs. Die Tiere sind Freilandschweine und können den ganzen Winter über draußen gehalten werden. „Sie fressen außerdem nur Gras und brauchen kein Kraftfutter“, erklärt er.
Die Tiere haben kurze Beine und weiche Borsten. Ursprünglich stammt diese Schweineart aus Neuseeland und gilt als Hausschwein des Eingeborenenstammes der Maori, in deren Sprache „Kune Kune“ so viel wie „fett und rund“ bedeutet.
Zu Recht! Immerhin werden die Schweine bis zu 100 Kilogramm schwer. „In den 70er Jahren waren die Tiere vom Aussterben bedroht. Die Maori besaßen nur noch 38 Schweine, von denen zwölf nach Europa zur Weiterzucht gebracht wurden“, weiß Rieser, der sich im vergangenen Dezember sein erstes Kune-Kune-Schwein angeschafft hat. Mittlerweile besitzt er drei ausgewachsene Tiere und seit Kurzem eben auch sieben Ferkel.
Ein besonderes Kennzeichen der Schweine sind die Piri-Piri genannten Zäpfchen, die – ähnlich wie bei Ziegen – von ihrem Unterkiefer herabhängen.