Premier League

Rekord-Remis: 10 Tore bei Abschied von ManU-Legende Alex Ferguson

Es war sein 1500. und letztes Spiel nach 26 Jahren als Coach von Manchester United - und was für eines: Legende Alex Ferguson verabschiedete sich mit einem historischen Remis in den Ruhestand.

London - Durch das höchste Unentschieden in der Geschichte der Premier League hat Manchester United seiner Trainer-Legende Sir Alex Ferguson zum Abschied in den Ruhestand noch einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher des englischen Fußballs statt des erhofften Erfolgs beschert. Beim 5:5 in Fergusons 1500. und letztem Match nach 26 Jahren auf der Bank des Meisters verspielten die Red Devils bei West Bromwich Albion in den letzten neun Minuten noch eine 5:2-Führung.

Shinji Kagawa (6.), Jonas Olsson (9./Eigentor), Alexander Buettner (30.), Robin van Persie (53.) und Javier Hernandez (63.) sorgten für die Treffer von Manchester. James Morrison (40.), Romelu Lukaku (50., 81., 86.) und Youssouf Mulumbu (81.) trafen für West Bromwich.

Während Ferguson in der zweiten Hälfte seine treuen Gefährten Paul Scholes - er hört ebenfalls auf - und Ryan Giggs einwechselte, verzichtete er erneut auf den abwanderungswilligen Wayne Rooney. „Dieses Spiel wird unserem Boss in Erinnerung bleiben. Es ist möglicherweise das erste Mal gewesen, dass United 5:2 vorne war und nicht gewonnen hat“, sagte Stürmer Javier Hernandez. Ferguson verweigerte in gewohnter Manier die Pressekonferenz nach der Partie. Ein Sky-TV-Team erhaschte von Sir Alex trotzdem drei Worte. Wie‘s denn gewesen sei? „Emotional, sehr emotional.“

Arsenal holt sich CL-Quali-Platz

Der FC Arsenal FC hat sich im Foto-Finish um die Champions-League-Plätze den vierten Rang gesichert. Damit winkt den Gunners der 16. Königsklassen-Einzug in Serie, sie müssen allerdings in die Qualifikation. Die Nord-Londoner gewannen am Sonntag in der 38. und letzten Runde bei Newcastle mit 1:0. Das Tor für das Team von Trainer Arsene Wenger erzielte der französische Innenverteidiger Laurent Koscielny. „Das ist eine der besten Gruppen, die ich in meinem Leben gehabt habe“, lobte Wenger sein Team nach einem furiosen Saisonendspurt mit zehn Spielen ohne Niederlage. „Ich habe ihnen schon viele Male gesagt: Was sie in den letzten zwei Monaten gezeigt haben, war absolut außergewöhnlich. Wir haben Charakter und Einstellung bewiesen.“

Arsenal landete mit 73 Punkten hinter dem direkt für die Champions League qualifizierten FC Chelsea (75), der an der Stamford Bridge den FC Everton 2:1 (1:1) besiegte. Den Siegtreffer für den frischgekürten Europa-League-Champion erzielte ausgerechnet der auch in dieser Liga-Saison wieder von einer chronischen Ladehemmung geplagte 58-Millionen-Euro-Stürmer Fernando Torres (76.).

Tottenham abermals nur in der Europa League

Wie im Vorjahr unglücklich mit dem Europa-League-Einzug begnügen musste sich Tottenham Hotspur (72). Für die fünftplatzierten Spurs war im Fernduell mit dem Erzrivalen Arsenal ein 1:0 (0:0)-Last-Minute-Heimerfolg gegen den AFC Sunderland am Ende bedeutungslos. Torschütze war einmal mehr Gareth Bale mit einem Weltklassetreffer (89.)

Beim 2:2 von Wigan gegen Aston Villa spielten im Österreicher-Duell Paul Scharner und Andreas Weimann jeweils durch. Wigan, Reading und Queens Park Rangers steigen ab, Wigan ist dank des FA-Cup-Sieges in der nächsten Saison aber in der Europa League mit dabei. Scharner, der vom Hamburger SV ausgeliehen war, verlässt den Absteiger. (TT.com, dpa, APA)