Wenn er will, ist Töchterle für die ÖVP eine Bank

Innsbruck – Nach der Wahl ist vor der Wahl: Bis Ende Juni werden deshalb in der Tiroler ÖVP die personellen Entscheidungen für die Nationalr...

Innsbruck –Nach der Wahl ist vor der Wahl: Bis Ende Juni werden deshalb in der Tiroler ÖVP die personellen Entscheidungen für die Nationalratswahl am 29. September getroffen. Für die Landesliste soll Parteichef und LH Günther Platter wieder freie Wahl haben. Die ÖVP hat derzeit vier Abgeordnete im Parlament: Karin Hakl (Wirtschaftsbund), Hermann Gahr (Bauernbund), Franz Hörl (Wirtschaftsbund) und Josef Lettenbichler (Wirtschaftsbund). Gahr und Lettenbichler erreichten in ihren Wahlkreisen Innsbruck-Land bzw. Unterland 2008 ein Direktmandat, jenes im Oberland ging hingegen verloren. Und seit 2011 sitzt Karlheinz Töchterle als Wissenschaftsminister auf einem Ticket der Tiroler VP in der Bundesregierung.

Töchterle wird auch Spitzenkandidat der VP sein, wenn er politisch aktiv bleiben will. Dass er kein ÖVP-Parteibuch besitzt, wird als Makel, aber nicht als Problem gesehen. Außerdem wünscht Bundesparteiobmann und Vizekanzler Michael Spindelegger, dass seine Regierungsmitglieder die Wahllisten in den Bundesländern anführen sollen.

Ausscheiden wird die Innsbruckerin Karin Hakl, die sich seit ihrer Wahlkampffinanzierungsaffäre ins politische Abseits manövriert hat. Gahr dürfte beim Bauernbund eine Bank sein, der Geschäftsführer der Industriellenvereinigung, Josef Lettenbichler, ebenfalls. Eng wird es für den Spitzenkandidaten von 2008, Franz Hörl, werden. Zwischen ihm und VP-Wirtschaftsbundchef Jürgen Bodenseer herrscht nicht die innigste Freundschaft, in Wien hat sich der Seilbahnsprecher überdies den Ruf eines Politikers mit einer oft zu klaren Sprache erworben. Parteimanager Hannes Rauch könnte auf der Bundesliste kandidieren.

In Innsbruck und im Oberland wird es neue Kandidaten geben, in Osttirol hat der jüngst für den Bundesrat nominierte Andreas Köll bereits angekündigt, er wolle sich für ein Nationalratsmandat bewerben. Und er wirbt bereits dafür – nach dem Motto: Wenn er in das Parlament einzieht, könnte der im Parteivorstand überraschend gescheiterte ehemalige Bundesratspräsident Georg Keuschnigg für ihn in die Länderkammer nachrücken. (pn)

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