Tote und Verletzte bei Doppelanschlag im Nordkaukasus

Zunächst detonierte eine Autobombe vor dem Justizgebäude, als Polizisten dort eintrafen, wurde ein zweites Fahrzeug gesprengt.

Moskau – Bei zwei Terroranschlägen innerhalb weniger Minuten sind im russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus mindestens drei Menschen getötet und etwa 45 verletzt worden. Nach Angaben des zuständigen Innenministeriums detonierte am Montag zunächst eine Autobombe vor einem Justizgebäude in Machatschkala, der Hauptstadt der islamisch geprägten Teilrepublik Dagestan. Als Polizisten an der Anschlagstelle eintrafen, sprengten unbekannte Täter per Fernzünder ein zweites Fahrzeug in die Luft, wie das Ministerium mitteilte.

Die Ermittler hatten zunächst von acht Toten gesprochen. Bilder vom Tatort zeigten schwere Verwüstungen. Im Nordkaukasus verüben radikale Islamisten immer wieder Attentate. Sie kämpfen für ein von Moskau unabhängiges „Emirat“. Oft sind auch kriminelle Verteilungskämpfe Hintergrund von Bluttaten.

Nahe der Hauptstadt Moskau vereitelte der Inlandsgeheimdienst FSB nach eigenen Angaben einen Terroranschlag. Zwei mutmaßliche Extremisten seien getötet und ein weiterer festgenommen worden, teilte das Nationale Anti-Terror-Komitee mit. Die Männer sollen der Islamischen Bewegung Usbekistans angehören und in den pakistanischen Stammesgebieten ausgebildet worden sein. Kremlchef Wladimir Putin sei über den Einsatz informiert, sagte dessen Sprecher Dmitri Peskow. (APA/dpa/AFP)

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