Pfingstverkehr in Tirol ohne Todesopfer, weniger Verletzte

Die recht unterschiedliche Witterung mit Regen und mäßigen Temperaturen führte zu deutlich weniger Ausflugsverkehr.

Innsbruck – Die Tiroler Polizei darf eine positive Bilanz zum Pfingstwochenende ziehen. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten ging – im Vergleich zum Vorjahr – deutlich zurück. Auch heuer kam es zu keinem tödlichen Verkehrsunfall. Nur bei den geahndeten Geschwindigkeitsübertretungen gab es einen kleinen Anstieg.

Im Auftrag der Tiroler Landesregierung führte die Polizei von Freitag bis einschließlich Pfingstmontag auf dem gesamten Tiroler Straßennetz einen intensiven Verkehrseinsatz durch. Einerseits ging es dabei um verkehrslenkende Maßnahmen zur bestmöglichen Abwicklung der Verkehrsströme und andererseits um eine möglichst hohe sichtbare Präsenz der Polizei zur Vorbeugung von Verkehrsübertretungen.

Der Freitag verlief laut Polizei trotz starkem Reiseverkehr in Richtung Süden im gesamten Bundesland ohne gravierende Behinderungen. Auch der Pfingstsamstag brachte keine größeren Staus. Und das, obwohl durch das schöne Wetter ein intensiver Ausflugsverkehr festzustellen war, wie die Exekutive am Dienstag berichtet.

Der Pfingstsonntag verlief aufgrund der sehr wechselhaften Witterung in ganz Tirol ebenfalls „eher ruhig“. Behinderungen blieben aus. Auch am Pfingstmontag war nur mäßiger Ausflugsverkehr zu verzeichnen. Ruhig verlief schließlich auch der Rückreiseverkehr am Montagnachmittag.

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38 Unfälle, 43 Verletzte

Zwischen Freitag und Pfingstmontag kam es in Tirol zu insgesamt 38 Verkehrsunfällen mit 43 verletzten Personen. Erfreulicherweise war auch im heurigen Pfingstverkehr kein Verkehrstoter zu beklagen. Hauptunfallursachen waren laut Polizei einmal mehr Geschwindigkeitsübertretungen, Vorrangverletzungen, Unaufmerksamkeit, Überholen und Alkoholvergehen.

Der folgenschwerste Unfall ereignete sich am Pfingstsamstag in Wörgl, wo ein 19 Jahre altes Mädchen am Schutzweg von einem Pkw frontal erfasst und zu Boden geschleudert wurde. Das Mädchen erlitt schwerste innere- und Schädelverletzungen.

Einen Rückgang gab es heuer auch bei den Alkoholvergehen: Bei 2768 durchgeführten Tests wurden 66 Lenker mit überhöhten Werten erwischt.

Zu einer leichten Zunahme kam es dagegen bei den festgestellten Geschwindigkeitsdelikten. Diese lagen allerdings zum Großteil in einem Bereich von bis zu 20 km/h. Den größten Bleifuß wies ein Taxilenker in Kundl auf, der mit 150 km/h in einer 70er-Zone geblitzt wurde. Ein Italiener wurde mit 192 km/h und 1,1 Promille Alkohol auf der Brennerautobahn in einer 110 km/h-Zone erwischt. Insgesamt wurden am Wochenende 31 Führerscheine abgenommen. (tt.com)


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