IWF warnt England und mahnt Maßnahmen gegen Verschuldung ein

Die britische Wirtschaft kommt nicht vom Fleck. Der Internationale Währungsfonds erklärte nun die bisherigen Bemühungen des Landes als unzureichend und fordert Investitionen.

London – Der Internationale Währungsfonds hat nach seiner turnusmäßigen Überprüfung der Staatsfinanzen einen Warnschuss in Richtung der britischen Regierung abgegeben. Die Aussichten auf Wachstum blieben trübe und Großbritannien sei noch immer „weit entfernt von einer starken und nachhaltigen Erholung“, heißt es in dem Bericht.

Großbritannien versucht seit 2010, sein massives Problem der Staatsverschuldung mit einer strikten Sparpolitik zu bekämpfen. Dafür wurden öffentliche Ausgaben etwa für Personal im öffentlichen Dienst oder für Sozialleistungen drastisch gekürzt. Der Abbau der Neuverschuldung und damit auch der Gesamtverschuldung ist aber bisher nicht gelungen. „Zusätzliche Maßnahmen“ seien notwendig, um langfristig die Hoffnungen auf ein mögliches Wirtschaftswachstum zu wecken, so der IWF.

IWF fordert Investitionen in Infrastruktur

Zwei große Ratingagenturen haben Großbritannien bereits die Bestnote entzogen. Der IWF forderte daher ein Investitionsprogramm, etwa zur Verbesserung der Infrastruktur an.

Der britische Finanzminister Osborne sagte, Großbritannien werde sich nicht vor den Herausforderungen verstecken. Es müsse jetzt - wie vom IWF ebenfalls gefordert - eine klare Strategie gefunden werden, wie die teilverstaatlichen Banken Royal Bank of Scotland und Lloyds Banking Group wieder reprivatisiert werden können. „Wir brauchen funktionierende Banken, die die Realwirtschaft fördern, statt solche, die ihre Wunden lecken, und ich bin entschlossen, wir werden das schaffen“, sagte Osborne.

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