Theater überwindet die Grenze

Stadttheater Kufstein und Theater Rosenheim bringen gemeinsam ein Theaterstück auf die Bühne. Proben laufen seit dem Vorjahr.

Von Wolfgang Otter

Kufstein, Rosenheim –Diesen Sommer will man eine neue künstlerische Initiative zwischen Bayern und Tirol einleiten. Das Stadttheater Kufstein und das Theater Rosenheim bringen gemeinsam – auf Anregung von Euregio-Präsident Walter J. Mayr – im Juni in Rosenheim und im Juli in Kufstein das Stück „Grenzland“ auf die Bühne. Dabei geht man in Kufstein ganz neue Wege, wie Obfrau Hildegard Reitberger berichtet. „Wir haben uns auf die Suche nach einem Platz gemacht und sind im Stadtpark fündig geworden.“ Doch bevor der Theatertross – immerhin stehen alleine 60 Personen auf der Bühne – in die Festungsstadt übersiedelt, wird die Stadt Rosenheim am 7. Juni die Premiere des Freilichttheaters erleben.

Das Stück stammt aus der Feder des bayerischen Autors Horst Rankl, Präsident des Verbands bayerischer Amateurbühnen und Obmann des Theaters Rosenheim, der auch Regie führt. Ein Stück, bei der er auf die wahre Geschichte eines bayerischen Samers (Fuhrmann) zurückgriff, der sich Mitte des 19. Jahrhunderts in ein Mädchen im Raum Kufstein verliebte, mit ihr einen Sohn zeugte, aber aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen eine andere Frau heiraten musste.

21 Szenen wird das Publikum erleben, „dabei arbeiten wir ohne Bühnenbild“, verrät Reitberger. Aber eine Tribüne werde eigens im Stadtpark aufgestellt.

Dabei geraten die Kufsteiner Schauspieler auch in Zeitnot. Am 25. Juli, einen Tag nach der letzten Aufführung, beginnen die Proben für den Operettensommer, bei dem die Amateur-Mimen auch heuer wieder mitwirken.


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