Raddieben den Kampf ansagen

Die Polizeiinspektion Schwaz startet im Juni das Präventionsprojekt „Sicheres Fahrrad“.

Von Angela Dähling

Schwaz –In den letzten Jahren wurden immer wieder hochpreisige Fahrräder gestohlen oder Räder unbefugt entwendet und einfach danach irgendwo liegen gelassen. Allein in der Stadt Schwaz und ihren Nachbargemeinden im Polizei-Rayon Schwaz wurden im Vorjahr 96 Räder gestohlen. „Die meisten davon – nämlich rund 85 Prozent – in der Stadtgemeinde und im angrenzenden Vomp, in ländlichen Gegenden ist das seltener“, informiert Hans Peter Astl, Kommandant der Polizeiinspektion Schwaz. 49 Fahrräder wurden aus Kellern und Wohnhäusern entwendet, 47 im öffentlichen Bereich.

„Gerade im privaten Bereich stehen die Fahrraddiebstähle mit Einbruchsdiebstählen in Verbindung“, ergänzt Romed Giner, der seit 1. April in Schwaz als stellvertretender Bezirkspolizeikommandant tätig ist. Ab Juni startet die Polizeiinspektion Schwaz daher das regionale Präventionsprojekt „Sicheres Fahrrad“, um die Fahrraddiebstähle zu reduzieren, indem die Bürger für das Thema sensibilisiert werden.

Wie verwahrt man ein Rad sicher und welche Schlösser sind empfehlenswert? Fragen wie diese werden auf Info-Zetteln und Foldern beantwortet, die, ebenso wie Fahrradpässe, verteilt werden. Der Pass, in dem sich Rahmennummer und ein Foto des Rades befinden, dient im Falle eines Verlustes der Wiederfindbarkeit. „Zahlenschlösser sind nicht empfehlenswert. Man sollte hochwertige Fahrradschlösser mit mindestens 8 mm Stärke verwenden“, empfehlen die Polizisten. Von Juni bis September wollen die Schwazer Polizisten vermehrt an neuralgischen Punkten wie Bahnhof, Schwimmbad, Wohnsiedlungen etc. auf die Bevölkerung zugehen und in Gesprächen die sichere Verwahrung von Fahrrädern vermitteln. „Wir haben vor, uns auch an Hausverwaltungen und an die Stadtgemeinde zu wenden“, erklärt Romed Giner, der gemeinsam mit Bezirkspolizeikommandant Karl Kraus als Projektleiter fungiert.

Im Herbst soll Bilanz gezogen werden. Es habe schon Jahre gegeben, wo bis zu 130 Räder gestohlen wurden, aber auch 96 seien noch zu viel, erklärt Hans Peter Astl.

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