Wien

Regenbogenparade: Kostüme von Bodypainting bis Latex

Große Vielseitigkeit bei der Demonstration gegen Diskriminierung von Homosexuellen.

Wien - Vom VW-Bus über Fußgängergruppen und Motorrädern bis hin zu großen Trucks, von nackter Haut bis zum Ganzkörper-Latexanzug. Den Zuschauern der 18. Wiener Regenbogenparade am Samstagnachmittag entlang des Rings wurde Abwechslung in allen Formen geboten.

Dieses Jahr war Bodypainting sehr gefragt. Nicht nur die Pridegirls und Prideboys, die die Parade anführten, waren am ganzen Körper in Regenbogenfarben bemalt. Viele weitere Teilnehmer nutzten diese Methode, um sich zu verkleiden. Anlässlich der sommerlichen Temperaturen waren dies wahrscheinlich auch die angenehmsten Kostüme. Beliebt waren auch auffällige Glitzeroutfits und paillettenbestickte Kleidung, immer kombiniert mit High Heels. Aber auch Königinnen und Engel mit schwarzen oder weißen Flügeln stolzierten den Ring entlang.

Natürlich durfte auch die traditionell von Menschen, anstatt von Pferden gezogene Kutsche nicht fehlen. Acht in schwarz gekleidete und mit Zaumzeug versehene Personen führten den Fiaker einmal um den Ring.

Die Regenbogenfahnen wurden an diesem Nachmittag fleißig geschwungen, einerseits um der Botschaft „United in Pride“ Ausdruck zu verleihen und andererseits um sich selbst bei der Hitze und der vielen ausgefallenen Kostümen ein wenig Erfrischung zu verschaffen. Somit war die ganze Ringstraße in Regenbogenfarben gehüllt.

Trotz der Partystimmung bei den Teilnehmern und den Zuschauern wurde deutlich, dass es sich um eine Demonstration gegen die Diskriminierung von Homosexuellen handelt. Auf Plakaten verliehen die Anwesenden ihrer Meinung Ausdruck. „Tunt rules“ oder „Normal sind schon die anderen“ sowie „Gleichstellung. Traut euch“ waren einige der Statements. Die berühmten Anti-Raucher-Slogans wurden kurzerhand umgewandelt in „Homophobie kann tödlich sein“ und „Homophobie fügt Ihnen und den Menschen in ihrer Umwelt erheblichen Schaden zu“. Politisch wird es auch bei der Abschlusskundgebung am Abend ab circa 18.00 Uhr am Heldenplatz. Neben der Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und der EU-Abgeordneten Ulrike Lunacek (beide G) wird auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) sprechen. (APA)