Schotterzug spart 50.000 Lkw-Fahrten

Von Matthias Reichle...

Von Matthias Reichle

Schönwies –Wer über die Autobahnbrücke bei Starkenbach fährt, ahnt wahrscheinlich nicht, was sich unter seinen vier Rädern abspielt. Dort, wo er mehrere Schichten Beton und Asphalt sowie den Inn vermutet, werden täglich Tonnen von Schotter bewegt. Das feine Gestein kommt mit Lkw vom Starkenbachtal und wird dann über ein 500 Meter langes Förderband unter der Straße hindurch und über den Fluss hinweg in Eisenbahnwaggons verladen. 2009 baute das Unternehmen Streng Bau die Verladestation für das Kieswerk umfangreich aus. Nun zog man eine erste Bilanz.

Insgesamt wurden dort 660.000 Tonnen Abbaumaterial in Spezialzügen der ÖBB abtransportiert, berichtet Geschäftsführer Thomas Waltle. Über 50.000 Lkw-Fahrten zwischen Schönwies und Dornbirn hat man sich damit gespart. Jeden Tag startet ein bis zu 1600 Tonnen schwerer Transport nach Vorarlberg. Drei vorgespannte Taurus-Loks sind für die Arlbergstrecke nötig. Inzwischen habe man bereits so viele Waggons verschickt, dass sie aneinandergereiht einen 120 Kilometer langen Zug ergeben würden, betont auch Michael Fellier, Standortleister der Rail Cargo in Tirol.

Verladen wird mittels eines automatischen Lok-Roboters, der die Waggons mit 64 Tonnen Kies belädt. Derzeit habe die Anlage noch Kapazität frei, so Waltle. Großes Potenzial sieht man im Großraum Innsbruck, aber auch bei Großprojekten wie dem Bau des Brennerbasistunnels, erklärt er.

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