Neue Regeln für Samstagsarbeit

Händler dürfen Mitarbeiter jeden Samstag einsetzen. Dafür gibt es lange Wochenenden.

Wien –Einen Kompromiss gibt es indes im jahrelangen Ringen um Arbeitszeiten im Handel: Handelsbetriebe dürfen ab 1. September ihre Mitarbeiter jeden Samstag ganztägig einsetzen. Die Angestellten erhalten dafür als Ausgleich fünf lange Wochenenden (Freitag bis Sonntag oder Samstag bis Montag) pro Halbjahr. Die neue Samstagsregelung erfordert eine Betriebsvereinbarung. Grundsätzlich bleibt aber die bisherige „Schwarz-Weiß-Regelung“ bestehen. Diese sieht laut Kollektivvertrag vor, dass Handelsangestellte jeden 2. Samstag frei haben müssen. Vielen Händlern war diese Regelung schon lange ein Dorn im Auge, sie fühlten sich in ihrer Flexibilität eingeschränkt.

Experten erwarten, dass beratungsintensive Branchen wie Möbel- oder Autohandel das neue Modell in Anspruch nehmen und Lebensmittelhändler aber eher bei der alten Regelung bleiben. Rewe (u. a. Billa, Merkur, Adeg) zeigt sich am Montag offen für das neue Modell und will die neue Regelung prüfen.

Gewerkschaft und Wirtschaftskammer zeigten sich mit dem Kompromiss zufrieden. Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch erwartet keinen Stellenabbau bei Aushilfskräften wegen des neuen Arbeitszeitmodells. Viele Händler seien wegen der derzeitigen Bestimmungen samstags unterbesetzt. (TT, APA)

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