Kristina Sprenger quittiert Dienst bei „SOKO Kitzbühel“

Seit 2001, also seit über zehn Jahren gibt die Tirolerin Kristina Sprenger die Kommissarin Karin Kofler in der Serie „SOKO Kitzbühel“. Damit ist nun Schluss.

Von Christiane Fasching

Innsbruck – „Sicher ist’s manchmal fad. Es gibt auch Folgen, wo ich mir schon beim Lesen denke, ich schlaf’ ein“, sagte Kristina Sprenger vor knapp einem Jahr im TT-Sonntagsgespräch. Und spielt­e damit auf ihr Engagement bei der ORF-ZDF-Koproduktion „Soko Kitzbühel“ an, wo sie seit 2001 Kommissarin Karin Kofler verkörpert. Schon damals deutete Sprenger ihren Ausstieg aus der Serie an, die nicht nur in Österreich und Deutschland eine treue Fangemeinde hat, sondern auch in Finnland, den Niederlanden, der Slowakei, Tschechien, Frankreich und dem Iran mörderisch schöne Bilder aus Tirol in die Wohnzimmer zaubert.

„Ich kann das ja nicht mache­n, bis ich 50 bin“, erklärte die Innsbruckerin, die am 26. Juli ihren 37. Geburtstag feiert. Seit Dienstag steht nun fest, dass sich die Kitz­büheler Sonderkommission eine neue Ermittlerin suchen muss: Kristina Sprenger hat nämlich genug von der Mörderjagd. Gegenüber der TT bestätigte der ORF einen Bericht der aktuellen Ausgabe des Magazins TV-Media, in dem die TV-Kommissarin ihren Abschied von der Gamsstadt ankündigte. Demnach wird Sprenger ihre letzten Fälle noch bis Oktober drehen, ausgestrahlt werden diese im kommenden Jahr.

„Frau Sprengers Ausstieg ist eine gemeinsame Entscheidung zwischen ihr und dem ORF und wurde bereits seit Längerem erörtert. Die Weiterführung der Serie wird nun zwischen den beteiligten Sendern ORF und ZDF inhaltlich abgestimmt“, kündigte der ORF in einer Aussendung an. Und räumte damit auch mit Gerüchten auf, wonach die Serie eingestellt werden könnte. Wer die Nachfolge von Sprenger antritt, wurde am Dienstag nicht verraten. Unklar ist auch, wie die längstdienende Kommissarin des ORF nach 13 Staffeln und 13 Jahren von der Bildfläche verschwindet. Stirbt sie den Serientod? Oder schult sie um und wird Arzthelferin am Wilden Kaiser? Dorthin hat’s schließlich auch ihren allerersten „Soko Kitz“-Partner Hans Sigl verschlagen. Seit 2008 ist der einstige TV-Bulle nun als „Bergdoktor“ aktiv.

Sprenger selbst war am Dienstag für die TT nicht erreichbar. Doch schon vor einem Jahr erklärte sie im Sonntagsinterview, dass sie gern „theaterlastiger“ werden würde. „Und ich denke schon, dass es auch im Fernsehen andere Bereiche für mich geben wird“, sinnierte sie über die Zeit nach einem möglichen Serien-Aus.

Den Kofler-Stempel wird Sprenger aber wohl länger nicht mehr los – schließlich war sie die Konstante von „Soko Kitzbühel“. Ihre Partner waren da weniger standhaft: Hans Sigl gab nach fünf Dienstjahren auf, während Andreas Kiendl schon nach drei Jahren die Polizeimarke retournierte. Sprengers aktueller Partner Jakob Seeböck stieg 2009 ins Geschehen ein. Und muss sich nun auf eine neue Chefin einstellen.


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