Würstelstandbetreiber schoss in Osttirol auf Mopeddieb

Mit Schüssen aus seiner Pistole verhinderte ein Würstelstand-Betreiber den Diebstahl seines Mopeds. Das Opfer wurde operiert.

Iselsberg - Ein 20-jähriger Osttiroler hätte den versuchten Diebstahl eines Mopeds in Iselsberg beinahe mit seinem Leben bezahlt. Der Besitzer des Zweirades eröffnet­e das Feuer, ein Projektil traf den Oberarm des Täters. Und verfehlte so nur knapp den Brustkorb und damit lebenswichtige Organe.

Es war am Donnerstag gegen 21.10 Uhr, als ein 20-Jähriger in Iselsberg ein fremdes Moped starten wollte. Pech für den Dieb, dass der Besitzer des Zweirades in zehn Meter Entfernung seinen Würstelstand vor dem Zusperren reinigte. Und so Zeuge des versuchten Diebstahls wurde.

„Was dann genau geschah, ist noch unklar“, sagt ein Beamter der Polizeiinspektion Dölsach. Fest steht, dass der Mopedbesitzer eine kleine vierläufige Pistole (Marke Derringer, 6 Millimeter) aus dem Würstelstand holte und zwei Projektile abfeuert­e. Einmal in die Luft, der zweit­e Schuss traf allerdings den Oberarm des 20-Jährigen. „Ein Steckschuss, das heißt, die Kugel ging durch die Jack­e und blieb im Muskel stecken“, erklärt der Beamte. Ob der Treffer beabsichtigt oder unbeabsichtigt war, ist jetzt „Gegenstand der Ermittlungen“. Der Schütze gab jedenfalls bei der Einvernahme an, er sei bedroht worden.

Das verletzte Opfer flüchtete. Ein Autofahrer kümmerte sich um den 20-Jährigen und alarmierte die Rettung. Der Bursche wurde noch in der Nacht im Lienzer Spital operiert und konnte bereits am Freitag entlassen werden.

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Die Polizei beschlagnahmte die nicht angemeldete Pistole und zwei weitere Waffen des Schützen. Gegen den In­haber einer Waffenbesitzkarte wurde ein Waffenverbot verhängt. Außerdem droht dem 50-Jährige­n ein Gerichtsverfahren. (tom)


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