Gurgiser will trotz Nicht-Einzugs in Landtag „Bürgerpolitik“ machen

Knapp verfehlte Fritz Gurgiser mit seinem Team den Einzug in den Landtag. Bei den nächsten Wahlen will es die Partei schaffen.

© APA

Von Anita Heubacher

Innsbruck

– Fritz Gurgiser möchte für seine 15.326 Wähler weiterhin ein Programm bieten. Das gab er am Freitag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck bekannt. Ein paar Stimmen bei der Landtagswahl mehr und Gurgiser säße samt Team wieder im Tiroler Landtag. 4,84 Prozent waren es, fünf Prozent hätte es für den Einzug gebraucht. Jetzt muss Gurgiser Politik von außen machen, „wie ich es als Chef des Transitforums jahrelang gemacht habe“.

Das Engagement sei nötig, „weil der Landtag derzeit ein erbärmliches Bild bietet“, befand Gurgiser. Er rechnete gestern vor allem mit „Vorwärts“ ab. Eine Partei, die innerlich zerstritten sei und die Wähler im Stich gelassen habe. Vorwärts bekam bei der Landtagswahl ungefähr doppelt so viele Stimmen wie Gurgisers Bürgerklub. „Wir werden unser Projekt ,Gelebte Bürgerpolitik statt diktierter und abhängiger Partei- und Geldgeberpolitik‘ auf der Basis unserer Standpunkte weiter ausbauen und fortsetzen.“ Mit Thomas Schnitzer, Ruth Plaikner, Andreas Leitgeb und Susanne Berger will Gurgiser „Schwerpunktthemen“ in den Tiroler Landtag bringen. Ohne im Landesparlament zu sitzen, ist das allerdings schwierig. „Wir werden Anträge ausarbeiten und der Landtagsklub, der sie gut findet, soll sie in den Landtag einbringen“, erklärte Gurgiser. Er und sein Team wären damit auf die Zusammenarbeit mit den Landtagsparteien angewiesen.

Die „erste Bürgerpartei Österreichs“ will sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanzieren. 60.000 Euro haben Gurgiser & Team an Parteigeld als Rückerstattung für die Wahlkampfkosten bekommen. „Wir haben kein Geld, deshalb wird bei uns auch nicht gestritten“, erklärte Gurgiser. Er und Thomas Schnitzer hatten sich im Streit von der Liste Fritz abgespaltet. Die beiden Abgeordneten saßen dann als Bürgerklub im Landtag. Der Streit um Parteigründung & Co. zwischen Gurgiser und Liste Fritz ist noch nicht ausgestanden. Zum Verfahren wollte sich Gurgiser nicht äußern.

Beim Transitforum werde sich durch sein Engagement nichts ändern. Der Bürgerklub und das Transitforum „sind zwei separate Geschichten“. Fix ist, dass Gurgiser nicht bei den Nationalratswahlen im Herbst antritt.

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