Tirol hat Hunderte Jobs verloren

Innsbruck – Der Tiroler Arbeitsmarkt musste heuer eine Reihe von Tiefschlägen verkraften. Hunderte Arbeitsplätze gingen verloren....

Innsbruck –Der Tiroler Arbeitsmarkt musste heuer eine Reihe von Tiefschlägen verkraften. Hunderte Arbeitsplätze gingen verloren.

Pleiten hatten ihre Ursachen nicht immer in Tirol. Beim Baukonzern Alpine, dem Elektrohändler Niedermeyer oder jetzt eben Dayli waren es überregionale Unternehmen mit Tiroler Niederlassungen, die in die Insolvenz schlitterten.

Die Arbeitslosigkeit ist in Tirol mit 5,3 Prozent im EU-Vergleich immer noch top, doch der Arbeitsmarkt zeigt Zeichen von Anspannung. Im Vorjahr waren die Daten günstiger. Im Juni waren heuer in Tirol insgesamt (inkl. Schulungsteilnehmer) 19.472 Menschen ohne Job, ein Plus von 12,3 % zum Juni 2012.

Hier die bisher größten Fälle von verlorenen Jobs in Tirol im laufenden Jahr:

• Schmittner, ein deutscher Autozulieferer, sperrt zu Jahresbeginn sein Werk in Mutters zu: 63 Jobs verloren.

• Swarovski in Wattens streicht im April 30 Jobs in der Produktion; im Juni werden weitere 110 Stellen abgebaut.

• Tyrolean, eine Tochter der AUA, gibt im April bekannt, dass die Verwaltung von Innsbruck nach Wien verlagert wird. 109 Tiroler Jobs weniger. • Niedermeyer, der insolvente Elektrohändler, sperrt in zwei Wellen bis Juni seine Läden in ganz Österreich zu. Das kostet Tirol 39 Jobs.

• Der Baukonzern Alpine geht im Juni pleite. Von 450 Tiroler Mitarbeitern werden 300 vom Bauunternehmer Bodner übernommen.

• Dayli schließt in Tirol 42 von 98 Filialen. 127 Arbeitsplätze gehen verloren. (mark)


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