Nach Rad-Anreise: Abordnung übergab Tiroler WM-Bewerbung

Tirol will mit den Rad-Straßen-Weltmeisterschaften 2017 oder 2018 neuerlich als Veranstalter eines Großereignisses auftreten.

Aigle – Per Fahrrad ist eine Abordnung aus Tirol zum Schweizer Sitz des Radsport-Weltverbandes (UCI) nach Aigle nahe dem Genfersee gereist und hat dem UCI-Präsidenten Pat McQuaid die WM-Bewerbungsunterlagen überreicht. „Das hat vorher noch kein WM-Kandidat unternommen“, sagte der Ire bei der Übernahme der Dokumente vom Landtagsabgeordneten Thomas Pupp und Josef Margreiter, dem Geschäftsführer der Tirol Werbung.

Tirol, das sich als „Sportland der Alpen“ vermarktet, will mit den Rad-Straßen-Weltmeisterschaften 2017 oder 2018 neuerlich als Veranstalter eines Großereignisses auftreten. Erst vor wenigen Wochen waren die Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften in Kirchberg in Szene gegangen. Pupp, der sich im Tirol Cycling Team für den Radsport engagiert, übergab offizielle Schreiben des österreichischen Radsport-Verbandes, von Landeshauptmann Günther Platter sowie von Stadt und Tourismusverband Innsbruck und der Tirol Werbung, die alle die Kandidatur unterstützen.

McQuaid, der sich heuer einer Neuwahl stellen muss, fand freundliche Worte. „Man sieht, dass hier alle an einem Strang ziehen. Die UCI Rad WM 2016 wird in Qatar ausgetragen. Danach empfiehlt sich auf jeden Fall wieder eine Weltmeisterschaft mit bergigen, anspruchsvollen Strecken“, sagte der UCI-Chef. Noch vor der heurigen WM im September in Florenz wird eine Tiroler Arbeitsgruppe in Aigle Gespräche mit dem für Bewerbe zuständigen UCI-Abteilungsleiter führen.

Margreiter will sich auch für einen Etappenort der Tour de France in Tirol stark machen. „Giro d’Italia, Deutschlandtour, Tour de Suisse oder Giro del Trentino haben schon mehrfach Halt in Tirol gemacht. Warum also nicht auch einmal die Tour de France?“, erklärte der Touristiker. Er trifft sich am Samstag am Rande der Jubiläums-Tour mit deren Chef Christian Prudhomme. (APA)

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