Traurige Gewissheit: Vermisste Bergsteiger im Zillertal sind tot

Zwei seit vergangenem Mittwoch in den Zillertaler Alpen vermisste Bergsteiger sind tot. Sie sind am Dienstag von Einsatzkräften in einer Gletscher-Querspalte unterhalb der vermuteten Absturzstelle gefunden worden.

Mayrhofen – Seit vergangenen Mittwoch suchten die Einsatzkräfte nach zwei vermissten Bergsteigern am 3379 Meter hohen Großen Löffler im Zillertal. Am Dienstag wurden die schlimmsten Erwartungen traurige Gewissheit: Der einheimische 41-jährige Bergführer und der 44-jährige Urlaubsgast aus dem Raum Frankfurt sind tot. Ihre Leichen wurden bereits geborgen.

Bei der Auswertung von Bildern von der Nordseite des Großen Löfflers wurden Spuren entdeckt, die auf die Sturzbahn der Bergsteiger hinwiesen. Am Dienstag startete daraufhin der Hubschrauber des BMI zu einem Suchflug. Oberhalb des Bergschrundes wurden Rutschspuren und Kleidungsstücke gesichtet.

Männer der Bergrettung Mayrhofen seilten sich mit Unterstützung der Alpinpolizei etwa 20 Meter tief in eine Querspalte ab und suchten diese ab. Eines der Opfer konnte rasch geborgen werden. Der zweite Vermisste musste unter schwierigen Bedingungen ausgegraben werden.

Über den Unfallhergang konnten die Bergretter allerdings noch nichts sagen. Auch wenn sie während der vergangenen Tage nur wenig Hoffnung hatten, so seien alle Einsatzkräfte „geschockt und sehr betroffen“, sagte der stellvertretende Obmann der Bergrettung Mayrhofen, Michael Knauer gegenüber LifeRadio.

Die beiden Bergsteiger hatten in der vergangenen Woche von Dienstag auf Mittwoch auf der Greizer Hütte übernachtet und waren am Mittwoch um 5.00 Uhr zu ihrer Bergtour aufgebrochen. Um 14.00 Uhr hätten sie wieder bei der Greizer Hütte eintreffen sollen. Als sie um 16.00 Uhr immer noch nicht dort angekommen waren, wurde eine Suchaktion in die Wege geleitet.

Diese musste an den darauffolgenden Tagen mehrmals wegen der großen Steinschlaggefahr unterbrochen werden. Unter anderem kamen eine Dampfsonde und Suchhunde zum Einsatz. Bereits am Donnerstag hatten die Suchmannschaften an der Randspalte beim „Löfflerkees“ einen Rucksack und verschiedene andere Gegenstände der Vermissten gefunden.

Bergretter, die auf der Suche nach den beiden den Nordgrad des Großen Löfflers bekletterten, hatten dort einen großen Felsausbruch entdeckt. Mit diesem waren die beiden Alpinisten vermutlich in die Tiefe gestürzt. (tt.com, APA)