Kein Wahlkampf in Alpbach, Kanzler & Vize kommen nicht

Bundespräsident Heinz Fischer wird heuer Österreich beim Europäischen Forum Alpbach offiziell vertreten.

Von Peter Nindler

Innsbruck –Vordenken, nachdenken, präsentieren: Mit dem Europäischen Forum Alp- bach meldet sich die Bundespolitik Jahr für Jahr aus der Sommerpause zurück. Alpbach bietet nicht nur die ideale Bergkulisse für perfekte (Fernseh)-(Wahlkampf)-Bilder, sondern im Dorf der Denker versucht die Politik, mit ihren Ideen Punkte für die Herbstarbeit zu sammeln. Heuer beginnt das Forum am 12. August und dauert bis 31. August. Am 29. September wird dann der Nationalrat gewählt. Das Forum fällt damit in den Beginn des Wahlkampfs. Das weiß auch Alpbach-Präsident Franz Fischler.

„Wir wollen Alpbach natürlich wahlkampffrei halten und versuchen, dass über Inhalte sowie Themen gesprochen wird, aber nicht Wahlkampf betrieben wird.“ Das ist keine einfache Mission, kommen die Hochschulwochen ja nicht ohne Politik aus. Von den Gesundheits- bis zu den Technologiegesprächen, vom Politischen Gespräch über die Rechts-, Wirtschafts- bis hin zu den Finanzmarktgesprächen – ohne politische Beteiligung geht es nicht, Schließlich erwartet man sich von den führenden Politikern auch Antworten. Fischler hat sich deshalb eine Sprachregelung zugelegt. „Die Regierungspolitiker sind Auskunftspersonen und Experten bei den Veranstaltungen“, sagt er gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Insgesamt legt er seinen Schwerpunkt auf Internationalisierung und die inhaltliche Auseinandersetzung.

Während sich die rot-schwarzen Minister beinahe im Tagestakt in Alpbach die Türklinke in die Hand geben, gibt es zwei große Abwesende: Bundeskanzler Werner Fay- mann (SP) und Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP). „Das offizielle Österreich wird in Alp­bach von Bundespräsident Heinz Fischer vertreten“, sagt Fischler.

Dass Faymann und Spindelegger fehlen, soll die wahlkampffreie Zone symbolisieren. Im Vorfeld des Forums haben Gespräche mit den beiden Parteichefs stattgefunden. Höhepunkt von Alpbach ist heuer das Finale mit Fischer, UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und dem Präsidenten von Tansania, Jakaya Mrisho Kikwete.

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Am 17. und 18. August finden die Tirol-Tage statt. Für den Südtiroler LH Luis Durnwalder sowie seinen Amtskollegen aus dem Trentino Alberto Pacher wird es einer der letzten politischen Auftritte in der Europaregion Tirol sein. Beide kandidieren bei den Landtagswahlen im Herbst nicht mehr.


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