Steinschlag tötete Deutschen: Laut Landesgeologe nicht vorhersehbar

Der Mann wurde vor den Augen seiner Familie beim Stuibenfall von herabstürzenden Felsbrocken tödlich getroffen. Das Unglück war laut dem Landesgeologen „nicht vorhersehbar“.

Umhausen – Ein tragischer Alpinunfall ereignete sich am Donnerstag im Ötztal im Bereich des Stuibenfalls, Tirols höchstem Wasserfall. Eine dreiköpfige Familie (Vater, Mutter, Tochter) aus Deutschland stieg gegen 13.30 Uhr vom Wasserfall in Richtung Umhausen ab, als sich oberhalb des Steigs Felsbrocken lösten und talwärts donnerten.

Der Vater, der vorausging, konnte sich nicht mehr rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich retten und wurde von mehreren großen Steinen getroffen. Er verstarb noch an der Unglückstelle. Mutter und Tochter blieben unverletzt.

Laut Experte nicht vorhersehbar

Das Unglück war laut dem Landesgeologen Werner Thöni „nicht vorhersehbar“. „Es hat keine Anzeichen gegeben“, erklärte Thöny am Freitag. Der Wanderweg bleibe bis auf Weiteres gesperrt. Denn nach wie vor würde ein „hohes Gefährdungspotenzial“ bestehen, erläuterte der Experte: „Es ist noch sehr viel Material oben“. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, welche Sicherungsmaßnahmen notwendig seien. (tt.com/APA)