Erneut Streit um Shopping Night

Innsbruck – Die Gewerkschaft zeigt sich überrascht über die Ansage von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, wonach Gemeinden kü...

Innsbruck –Die Gewerkschaft zeigt sich überrascht über die Ansage von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frisch­auf, wonach Gemeinden künftig selbst über die Durchführung von nächtlichen Einkaufsevents entscheiden könnten. Die Wirtschaftslandesrätin dürfte sich nicht über die Bestimmungen im Bundesöffnungszeitengesetz erkundigt haben, kritisiert Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol. Dort stehe geschrieben, dass die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten über 21 Uhr hinaus nur aus Anlass von Orts- und Straßenfesten erlaubt ist. „Und der Landeshauptmann muss nach wie vor die Sozialpartner anhören, bevor er die notwendige Verordnung erlässt“, betonte Schweighofer. Zoller-Frischauf begehe daher einen „Aufruf zum Gesetzesbruch“.

Die Landesrätin hatte in einem Medienbericht Änderungen bei den Shopping Nights angekündigt. Die Gemeinden könnten demnach künftig selbst entscheiden, ob sie solch­e Veranstaltungen machen. Zweimal pro Jahr solle dies möglich sein.

Die Innsbrucker Shopping Night ist seit jeher umstritten. Im Vorjahr hatte der Streit um die lange Einkaufsnacht in Innsbruck wochenlang für Turbulenzen unter den Sozial­partnern gesorgt. (TT)


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