35 Kilo Haschisch nach Tirol geschmuggelt

Innsbruck – Eigentlich hatte „Ahmed“ bislang eine Erfolgsgeschichte geschrieben. War der 47-jährige Marokkaner doch vor Jahren nach Italien ...

Innsbruck –Eigentlich hatte „Ahmed“ bislang eine Erfolgsgeschichte geschrieben. War der 47-jährige Marokkaner doch vor Jahren nach Italien eingewandert und auch eingebürgert worden. Als sozial integrierter Künstler und Sänger ernährte er fortan seine Familie.

Letztes Jahr wendete sich das Blatt jedoch grundlegend: Blieben wohl wegen der Wirtschaftskrise Aufträge und Einkünfte aus. Aus Verzweiflung tat der Familienvater darauf das Falsche und knüpfte Kontakte zur nordafrikanischen Drogenszene, die in Norditalien breitflächig agiert.

Fortan wurde Ahmed als Drogenkurier eingesetzt und sollte große Mengen an Cannabis nach Innsbruck bringen. Erst nach einem halben Jahr konnten die Drogenfahnder der Tiroler Polizei den Schmuggel durch eine Festnahme auf österreichischem Staatsgebiet Ende Februar beenden.

Bis dahin waren schon stolze 35 Kilogramm Suchtgift per Pkw ins Land gekommen. Abnehmer dafür war wiederum die in Innsbruck aufhältige nordafrikanische Drogenszene. Letzte Woche wurde der 47-Jährige dann am Landesgericht Strafrichter Georg Höfle vorgeführt. Dabei blieb der Afrikaner bei seinem ungewöhnlich umfassenden Geständnis – wohl auch, da ihm für die immense Drogenmenge ein bis fünfzehn Jahre Haft drohten.

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Richter Höfle: „Ein derartig qualifiziertes Geständnis ist in Drogenkreisen selten und von der Justiz zu honorieren. Deshalb bleibe ich am untersten Rahmen und verhänge von drei Jahren Haft 27 Monate bedingt!“ Der Geständige nahm das Urteil sofort an.

Seine Familie lebt allerdings mittlerweile in Frankreich, da sie von der Italienischen Drogenmafia nach Angaben des Verurteilten bereits massiv bedroht worden war. (fell)


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