Grins setzt Hoffnungen in Wasserstudie

Von Paul Schranz...

© Wenzel

Von Paul Schranz

Grins –Wie in der TT berichtet, werden in den kommenden fünf Wochen jeweils 10 Probanden mit Rückenschmerzen an der vom Land Tirol finanzierten Studie teilnehmen. Vormittags stehen Wanderungen mit den „Grinner Naturfreunden“ auf dem Programm, am Nachmittag tauchen die Patienten für jeweils 20 Minuten im Albenbad in das Grinner Heil- und Thermalwasser ein. „Wir möchten untersuchen, welche Effekte das Grinner Thermalwasser in Kombination mit entsprechenden Therapiemaßnahmen auf den Bewegungsapparat hat“, sagt Primar Ewald Wöll. Die wissenschaftliche Untersuchung der Daten aus Grins sei ergebnisoffen und sollte nach rund einem Jahr abgeschlossen sein. Das Projekt sei positiv, da in Grins nicht auf schnelle Ergebnisse, sondern auf Nachhaltigkeit gesetzt werde, so Wöll.

Bürgermeister Thomas Lutz wünscht sich für seine Gemeinde, an die bis ins Mittelalter zurückreichende Heilwassertradition anknüpfen zu können. Mit Leader-Mitteln habe man den Bohrplatz am Wildbad neu gestaltet, das Albenbad unterhalb des Freischwimmbades errichtet und die Wanderwege wieder in Stand gesetzt. Das Studienprojekt biete eine große Chance für den Tourismus in Grins, der seit dem Höhepunkt vor 40 Jahren mit rund 40.000 Jahresnächtigungen nun nahezu komplett eingebrochen sei.

Dozent Arnulf Hartl von der Paracelsus-Privatuniversität Salzburg ist vom Grinner Gesundheitsprojekt überzeugt. Der Experte hat in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit u. a. die Wirkmechanismen der Krimmler Wasserfälle und der Stuibenfälle im Ötztal untersucht und mit seinem Team dazu beigetragen, dass die Behandlungen dort inzwischen von den Krankenkassen bezahlt werden. „Das ist auch unser langfristiges Ziel für Grins“, sagte Hartl am Wochenende.

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