Neue Zentralsterilisation nimmt ihren Betrieb auf

Ab Sonntag liefern die Krankenhäuser Innsbruck, Hall, Schwaz, Natters und Hochzirl ihr medizinisches Besteck zur Reinigung nach Zirl.

© Paumgartten

Von Nikolaus Paumgartten

Zirl –Noch wird an allen Ecken und Enden geräumt und geschraubt, werden Kabel verlegt, Container und Paletten quer durch die Räume geschoben und Arbeitsplätze eingerichtet. Drei Tage vor der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Tilak-Zentral­sterilisation in Zirl laufen die letzten Arbeiten auf Hochtouren.

Mit Anfang September werden in dem neuen Gebäude in Zirl, das auf dem Areal des ehemaligen Bauhofes errichtet wurde, im 24-Stunden-Betrieb medizinische Instrumente gereinigt und keimfrei gemacht. Es ist die derzeit größte und modernste Einrichtung dieser Art in Österreich, die künftig die Landeskrankenhäuser Innsbruck, Hall, Schwaz, Natters und Hochzirl versorgen wird.

Bisher war die Sterilisation auf mehrere Standorte im Tilak-Gelände in Innsbruck verteilt, mit der Zentralisierung werden nicht nur die Arbeitsabläufe vereinfacht und gebündelt, sondern wird künftig auch eine lückenlose Nachverfolgbarkeit der Instrumente gewährleistet.

9,5 Millionen Euro hat sich die Tilak den Neubau kosten lassen, bei einem Lokalaugenschein gestern anlässlich der bevorstehenden Inbetriebnahme bedankte sich Tilak-Vorstandsdirektor Stefan Deflorian beim Zirler Bürgermeister Josef Kreiser für die Unterstützung bei den Vorhaben. Für den Betrieb verantwortlich ist eine Tochtergesellschaft der Tilak.

30 bis 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ab Sonntag in drei Schichten ihre Arbeit am neuen Standort aufnehmen, bei Vollauslastung sind dort bis zu 50 Personen in dem Betrieb beschäftigt. Voraussichtlich zehn Lkw-Fahrten pro Tag werden zur Versorgung der Krankenhäuser notwendig sein, die neue Zentralsterilisation ist auf eine Kapazität von jährlich 150.000 so genannten Sterilguteinheiten, also Tassen mit Instrumenten und Besteck, ausgelegt.


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