Leisach wird mittelalterlich

Eine italienische Traditionsgruppe bringt die historische Gestalt der Margharita von Leisach in die Heimat zurück: mit einem Festspiel, das Margharitas Geschichte erzählt.

© Traditionsverein Vigo

Von Catharina Oblasser

Leisach –Es ist eine mittelalterliche Liebesgeschichte, in der auch Leisach eine Rolle spielt. Denn die junge Margha­rita aus Leisach lernte in ihrem Heimatort einen Adeligen aus Italien kennen, Ainardo da Vigo. Sie zog mit ihm in seine Heimat Vigo di Cadore im Belluno, die beiden stifteten dort die kleine Kirche St. Ursula. Das Kirchlein, das 1350 geweiht wurde, ließ das Ehepaar mit wertvollen Fresken ausmalen. Es ist heute noch Anziehungspunkt für Kunstbegeisterte.

So lautet die romantische Geschichte von Margharita und Ainardo. Der Traditionsverein „Praemium Sancti Martini“ aus Vigo di Cadore hat sich des historischen Stoffes angenommen und daraus das Festspiel „Margharita und Ainardo“ gemacht. Am 22. September tritt die Gruppe damit in Leisach auf, berichtet der Lienzer Dekan Bernhard Kranebitter. Obmann Franco Regalia habe mit ihm Kontakt aufgenommen. Motto des Tages: Eine Leisacherin kehrt nach 700 Jahren in ihre Heimat zurück. „Das Festspiel wird sehr eindrucksvoll, mit Bogenschützen, Fahnenschwingern und Schwertkämpfern“, freut sich Kranebitter. Auch von der Ursula-Kirche, die Margharita und Ainardo gestiftet haben, weiß der Dekan Interessantes zu berichten: „Papst Benedikt hat dort gebetet.“

Vor ihrem Auftritt besuchen Regalia und seine Gruppe in Osttirol die Messe: „In der Pfarrkirche Leisach, von der wir annehmen, dass Ainardo und Margharita sich zu Beginn des 14. Jahrhunderts die eheliche Treue versprochen haben“, so der Obmann.


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