Ministerium gewährt keinen Maut-Aufschub

Innsbruck, Wien – Am Dienstag hat der Tiroler Landtag einstimmig Verkehrsministerin Doris Bures (SP) ersucht, die beabsichtigten Mautkontrol...

Das Land hoffte auf eine weitere Maut-Ausnahme in Kufstein, doch das Ministerium und die Asfinag lehnen dies ab.Foto: Mühlanger

Innsbruck, Wien –Am Dienstag hat der Tiroler Landtag einstimmig Verkehrsministerin Doris Bures (SP) ersucht, die beabsichtigten Mautkontrollen auf dem 5,7 Kilometer langen Autobahnabschnitt von der Staatsgrenze bis Kufstein-Süd noch einmal auszusetzen. Und zwar so lange, bis die Vorkehrungen gegen die drohende Mautflucht durch Kufstein wie temporäres Lkw-Fahrverbot, Hinweistafeln, ein neuer Kreisverkehr oder Pförtnerampeln für Blockabfertigungen getroffen sind. Laut Verkehrsplanung des Landes dauert die Realisierung der Begleitmaßnahmen ein bis drei Jahre.

In einem Schreiben an Bures weisen LH Günther Platter (VP) und Verkehrsreferentin LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) einmal mehr auf den notwendigen Maut-Aufschub hin. Gestern kam jedoch das Nein aus Wien. Gegenüber der TT erklärte der Vorstand der Asfinag, Klaus Schierhackl, dass er über die von Tirol aufgeworfenen zeitlichen Fragen verwundert sei. „Unsere Maßnahmen können wir zeitgerecht bis Dezember umsetzen. Die Logistik stellt uns vor keine Probleme.“

Auch die Installierung von Pförtnerampeln ist laut Schierhackl in wenigen Tagen realisierbar. „Natürlich müssen Land und Stadt Kufstein an einem Strang ziehen.“ Für Schierhackl bleibt es deshalb beim vorgesehenen Zeitplan für die Mautkontrollen ab Dezember. Aber gerade bei den Ampeln rechnet die Landesplanung mit der größten zeitlichen Herausforderung für die Umsetzung. Von zwei bis drei Jahren ist die Rede.

Das Verkehrsministerium sieht ebenfalls keinen Handlungsbedarf. „Wir haben noch einmal unsere Experten gefragt: Die Umsetzung des Maßnahmenbündels ist in wenigen Wochen möglich“, sagt Bures-Sprecherin Marianne Lackner. Ein Maut-Aufschub wird abgelehnt.

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