Mayr-Achleitner chancenlos, auch Haider-Maurer out

Die Tirolerin Patrizia Mayr-Achleitner musste am Donnerstag in New York gegen die Kasachin Jaroslawa Schwedowa eine glatte Zweisatzniederlage hinnehmen. Als letzter Österreicher schied wenig später auch Andreas Haider-Maurer aus.

© gepa

New York – Tennisprofi Andreas Haider-Maurer ist am Donnerstag als letzter Österreicher im Einzelbewerb der US Open ausgeschieden. Der Niederösterreicher unterlag dem kasachischen Qualifikanten Michail Kukuschkin in der zweiten Runde 4:6,4:6,5:7. Zuvor war auch schon Patricia Mayr-Achleitner beim Versuch gescheitert, erstmals in Runde drei eines Grand-Slam-Turniers einzuziehen. Die Tirolerin verlor am Donnerstag bei den US Open in New York gegen die Kasachin Jaroslawa Schwedowa nach etwas mehr als einer Stunde glatt mit 2:6,3:6.

Mayr-Achleitner war als Lucky Loser in das Hauptfeld gerutscht. In der ersten Runde hatte sie noch mit einem Zweisatzerfolg gegen die als Nummer 29 gesetzte Slowakin Magdalena Rybarikova überrascht und war zum dritten Mal in ihrer Karriere in eine zweite Major-Runde eingezogen.

Gegen die ungesetzte Weltranglisten-78. Schwedowa war sie jedoch wie schon beim bis dato einzigen Duell vor vier Jahren chancenlos „Sie hat eine tolle Leistung gebracht, mit irrsinnig hohem Tempo gespielt und kaum Fehler gemacht - sie war einfach die bessere Spielerin“, erklärte die 26-Jährige.

Sie habe einfach kein Rezept gegen das druckvolle Spiel von Schwedowa gefunden. „Sie hat einfach unglaublich gespielt, ich war machtlos. Ich wusste gar nicht, was ich hätte machen sollen, um irgendwie an sie ranzukommen. Vielleicht, wenn ich so groß wäre wie sie, hätte ich eine Chance gehabt“, so Mayr-Achleitner, die aber eine positive Gesamtbilanz zog. „Ich bin schon enttäuscht, aber ich nehme auch sehr viel Positives mit. Ich habe hier von der ersten Quali-Runde bis zum zweiten Hauptfeldrunde gekämpft. Und meine Aufregung bei Grand Slams ist mit dem Alter endlich weg.“

Ihr nächstes großes Ziel sei es, auch bei den Australian Open ins Hauptfeld zu kommen. „Es wäre schön, wenn ich das schaffe. Dafür spiele ich jetzt bestimmt noch zehn Turniere bis zur Frist. Die Punkte von hier sind da schon ein Anfang“, meinte die Nummer 140 der Weltrangliste.

Am späteren Abend ist auch Andreas Haider-Maurer als letzter Österreicher im Einzelbewerb ausgeschieden. Der Niederösterreicher unterlag dem Kasachen Michail Kukuschkin in der zweiten Runde mit 4:6,4:6,5:7.

Haider-Maurer nutzte gegen den Weltranglisten-172. Kukuschkin keine einzige seiner fünf Breakchancen. Der Kasache erwies sich hingegen als Meister der Effizienz und verwertete in jedem Satz seine jeweils einzige. „Es ist bitter, ich habe so viele Chancen gehabt, aber keine genutzt. Bei den Big Points habe ich leider nicht gut genug gespielt. Bei den Breaks waren es leichte Fehler von mir, ansonsten habe ich alle Spiele souverän durchgebracht. So kommt dann das Ergebnis zustande“, ärgerte sich der Waldviertler.

Der fünfmalige Turniersieger Roger Federer zog hingegen in souveräner Manier in Runde drei ein. Der Schweizer besiegte den Argentinier Carlos Berlocq glatt 6:3, 6:2, 6:1. (APA)

US Open Damen, 2. Runde

Serena Williams (USA-1) - Galina Woskobojewa (KAZ) 6:3,6:0

Angelique Kerber (GER-8) - Eugenie Bouchard (CAN) 6:4,2:6,6:3

Karin Knapp (ITA) - Jelena Wesnina (RUS-22) 6:1,6:4

Alize Cornet (FRA-26) - Ajla Tomljanovic (CRO) 6:2,6:2

Swetlana Kusnezowa (RUS-27) - Peng Shuai (CHN) 6:1,4:6,6:4

Christina McHale (USA) - Jelina Switolina (UKR) 6:4,3:6,7:5


Kommentieren