Countdown in Parteizentralen läuft

Der Nationalratswahlkampf geht ins Finale. Die Landesparteien stecken weit weniger Budget in ihre Kandidaten als bei der Landtagswahl. Der 2...

Symbolbild.
© TT/Böhm

Der Nationalratswahlkampf geht ins Finale. Die Landesparteien stecken weit weniger Budget in ihre Kandidaten als bei der Landtagswahl. Der 29. September ist auch der Kampf um die Grundmandate.

Die Landesparteien für die Nationalratswahl

Die Wahl ist für SP doppelt spannend

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30.000 Euro kann die Tiroler SPÖ für den Wahlkampf einsetzen. Die Partei steht bei ihrer Bundesorganisation in der Kreide. Bis dato war die Tiroler SPÖ mit zwei Mandaten im Nationalrat vertreten. Parteichef Gerhard Reheis könnte über die Bundesliste ein drittes Mandat einfahren. Verlässt er den Landtag, geht das Sesselrücken bei den Roten erst richtig los. Wer rückt nach und wer wird Klubobmann, das sind dann die Fragen.


VP Tirol hofft auf fünf Mandate

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Auch bei der ÖVP ist die Wahlkampfkasse leer. Die eingesetzten 200.000 Euro sind daher im Vergleich zum Landtagswahlkampf bescheiden. Die Tiroler VP rechnet damit, ein besseres Ergebnis einzufahren als andere Landesorganisationen. Das soll auch Minister Karlheinz Töchterle überzeugt haben, den Spitzenkandidaten zu machen. Seine Position würde in Wien gestärkt. Die VP will fünf Mandate, dazu bräuchte sie einen Zugewinn.


FP-Klubobmann könnte nach Wien gehen

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So wie bei der SPÖ könnte auch bei der FPÖ der Klubobmann nach Wien wechseln. Gerald Hauser rittert um den Einzug in den Nationalrat. Spitzenkandidat für die FPÖ ist Peter Wurm. Die letzten Monate waren auch bei der FPÖ turbulent. Auslöser war das Minus bei den Landtagswahlen. Anders als bei der SPÖ haben die Blauen einen neuen Parteichef gewählt. Markus Abwerzger hofft, trotz Team Stronach, dass es ein Plus für die FPÖ gibt.


Mag der Wähler Schwarz-Grün?

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Die Grünen hatten bis dato einen Nationalrat aus Tirol. Kurt Grünewald wird durch den langjährigen Klubobmann der Grünen, Georg Willi, ersetzt. Läuft es ganz besonders gut, könnte auch die Telferin Aygül Berivan Aslan ins Parlament einziehen. Besonders spannend wird für die Grünen, ob die Wähler die Regierungsbeteiligung der Partei gut oder schlecht finden. Schwarz-Grün wird von der Basis zum Teil kritisch beäugt.


BZÖ chancenlos ohne Jörg Haider?

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Bei den letzten Nationalratswahlen lebte Jörg Haider noch. Seine Strahlkraft reichte bis nach Tirol und bescherte der Partei ein beachtliches Ergebnis. Jetzt dürfte es für die Orangen schwierig werden. In Tirol führt der Osttiroler Gerhard Huber die Partei ins Rennen. Das BZÖ hat sich mit der Agrar West solidarisiert. Das ist das Bündnis jener Agrarobmänner, die am häufigsten gegen die Gemeinden in Sachen Agrargemeinschaft prozessieren.


Team Stronach will es besser machen

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Walter Jenewein ist Parteiobmann des Team Stronach in Tirol. Er will zwei Mandate für den Nationalrat erobern. Dazu bräuchte das Team Stronach in Tirol weit mehr, als es bei der Landtagswahl einfuhr – nämlich rund 15 Prozent. Jenewein glaubt, dass die Parteiquerelen überstanden sind. Allerdings macht sich die parteiinterne Konkurrenz nach wie vor durch Querschüsse bemerkbar. Über die Bundesliste ist Jenewein nicht abgesichert.


Neos, KPÖ und Piraten kämpfen

7, 8, 9

Die Neos haben mit Hans-Peter Haselsteiner ein prominentes Aushängeschild. Der Ex-Strabag-Chef plant eine Fusion der Neos und des Liberalen Forums (LIF) und will Wirtschaftsminister werden. Spitzenkandidat der Neos ist Matthias Strolz. Die Piraten und die KPÖ traten bei den Landtagswahlen an, schafften aber den Einzug nicht. Für die Nationalratswahlen sind beide zuversichtlich, dass es besser laufen wird.

(alle Beiträge aheu)


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