Tolles Bahnjubiläum mit kleinem Wermutstropfen

Von Simone Tschol...

Von Simone Tschol

Reutte –Am Sonntag schien es fast so, als wäre Petrus ein Bahnreisender. Anstelle des vorhergesagten Schlechtwetters zum Jubiläum „100 Jahre Außerfernbahn“ schien der Wettergott mit dem Veranstalter nämlich ein Einsehen zu haben. Erst am späten Nachmittag fielen die ersten Regentropfen vom Himmel.

Bis dahin glich das Bahnhofsgelände einem Festplatz. Zahlreiche Familien nutzten die Gelegenheit, sich an den Infoständen der DB Regio und des VVT zu informieren oder das ein oder andere originelle Stück beim Eisenbahnflohmarkt zu ergattern. Im Festzelt sorgten die Musikkapelle Reutte und The Soul Travelers für Stimmung, während vor dem Zelt ein Mini-Dampfzug im Markt stetig seine Runden drehte.

Auch am Bahnsteig selbst war einiges los. Viele Festbesucher nutzten die Gelegenheit, die neuen Zuggarnituren, die ab Dezember im Außerfern im Einsatz sein werden, zu bestaunen. Als besonderer Publikumsmagnet entpuppte sich der Nostalgiezug, dessen Ankunft am Bahnhof Reutte von Hunderten Gästen erwartet wurde.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es am Festwochenende aber doch. Samstagabend wurde in der Reuttener Wirtschaftskammer das eigens zum Jubiläum erschienene Buch „Zwischen Loisach und Lech – 100 Jahre Außerfernbahn“ präsentiert. Zur Verwunderung vieler glänzten einige Gemeindevertreter sowie die beiden Tourismusregionen Zugspitz Arena und Reutte durch Abwesenheit. Projektkoordinator Günther Denoth vom Verkehrsarchiv Tirol sieht die Sache nicht so eng: „Ohne diese Projektpartner wäre das Fest nie zustande gekommen, auch wenn der ein oder andere dann gefehlt hat. Ich war berührt und überrascht, wie viele Leute zum Fest gekommen sind.“

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