17 Personen in Mazedonien unter Spionageverdacht festgenommen

Auch Mitarbeiter der mazedonischen Nachrichtendienste, des Innen- und Verteidigungsministeriums befinden sich in Haft.

Skopje - Im Rahmen einer umfassenden Polizeiaktion sind in Mazedonien 17 Personen unter dem Spionageverdacht festgenommen worden. Nach weiteren drei Verdächtigten wird laut der Presseagentur Makfax derzeit noch gefahndet, weitere zwei befinden sich wegen anderer Straftaten bereits im Gefängnis. Unter den festgenommenen Personen befinden sich laut Medienberichten vier Mitarbeiter der mazedonischen Nachrichtendienste, vier frühere Polizeifunktionäre, zwei derzeitige und ein früherer Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums, aber auch Inhaber eines Internetportals.

Den Festgenommenen wird laut dem stellvertretenden Innenminister Ivo Kotevski angelastet, ausländischen Nachrichtendiensten Sicherheitsinformationen über Mazedonien, darunter auch vertrauliche Dokumente, zugestellt zu haben. Zudem sollten sie auch Informationen über Wirtschaftsleute gesammelt haben, um sie zu erpressen.

Die Ermittlungen unter dem Codenamen „Spion“ sind Medien zufolge zwei Jahre lang gelaufen. Zunächst teilten die Behörden in Skopje nicht mit, mit welchen ausländischen Nachrichtendiensten die Festgenommenen kooperiert haben sollen. (APA)

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