Mindestens 34 Tote bei heftigen Unwettern in Mexiko

Tausende Menschen mussten wegen des Hurrikans „Ingrid“ ihre Häuser verlassen

Mexiko-Stadt - Bei heftigen Unwettern sind in Mexiko mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Im Bundesstaat Guerrero im Westen des Landes seien 15 Menschen getötet worden, sagte der Leiter des Nationalen Zivilschutzes, Luis Puente, am Montag. In Oaxaca an der Pazifikküste sowie in Hidalgo und Puebla im Landesinneren seien weitere sieben Menschen ums Leben gekommen.

In Veracruz im Osten Mexikos wurden bei Erdrutschen insgesamt zwölf Menschen getötet, wie örtliche Medien übereinstimmend berichteten. Mehrere Häuser und ein Bus seien verschüttet worden, hieß es unter Berufung auf Landwirtschaftsminister Enrique Martinez.

Am Montag traf der Hurrikan „Ingrid“ im Bundesstaat Tamaulipas im Nordosten Mexikos auf Land. Bereits am Sonntag hatte der Tropensturm „Manuel“ in Colima die Pazifikküste erreicht. Die Unwetterfronten brachten starken Regen mit sich, zahlreiche Flüsse traten über die Ufer.

Im ganzen Land mussten Tausende Menschen ihre Häuser verlassen und Schutz in Notunterkünften suchen. Allein in Veracruz hätten sich 23.000 Menschen in Sicherheit gebracht, teilte Gouverneur Javier Duarte mit. Am Dienstag sollten im ganzen Bundesstaat die Schulen geschlossen bleiben.

Innenminister Miguel Angel Osorio Chong nannte die Unwetter historisch. Fast das gesamte Staatsgebiet sei von den Stürmen betroffen. „Wir haben schwere Tage vor uns“, sagte er am Montag.

In Guerrero waren nach Erdrutschen und Überschwemmungen zahlreiche Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten, wie die Zeitung „Novedades Acapulco“ berichtete. Das Innenministerium erklärte für 49 Ortschaften den Notstand.

Präsident Enrique Pena Nieto wollte demnach nach den Feierlichkeiten zum mexikanischen Unabhängigkeitstag am Montag in das Katastrophengebiet reisen, um sich ein Bild von den Rettungsarbeiten zu machen.

Nachdem der Hurrikan „Ingrid“ auf Land getroffen war, schwächte er sich über dem Bundesstaat Tamaulipas zu einem Tropensturm ab. Als Tiefdruckgebiet werde „Ingrid“ am Dienstag nach San Luis Potosi weiterziehen und auch dort heftigen Regen bringen, hieß es in einer Prognose des Wetterdienstes. Auch „Manuel“ wird demnach am Dienstag im Westen und im Zentrum des Landes noch für starke Niederschläge sorgen. (APA/dpa)


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